Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Erlangen

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Archivkalender

Der SonntagsHugo

für den 14. Februar 2021

Sonntag vor der Passionszeit - ESTOMIHI

(Sei mir ein starker Fels! Psalm 31,3)

 

 

Wochenspruch

„Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.“
(Lk. 18,31)

 


 

 


Was brauche ich ?

 

Brauche ich Gott?
 
   Ich brauche Menschen,
   deren Mut
   den meinen weckt.
 
   Ich brauche Menschen,
   deren Mut mir zuruft,
   dass Gott mich braucht.

(Kurt Marti, Urgrund Liebe, 1987)

 

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Kurt Marti, Bern 2010 (Photo: Hektor Leibundgut, Bern)

1921 ist der Schweizer Dichter und reformierte Pfarrer Kurt Marti geboren worden, am 31. Januar wäre er 100 Jahre geworden.

Er verstarb 2017 am 11. Februar.

Ein Anlass, in diesem Sonntagshugo sein Werk zu würdigen und an einige wenige seiner anregenden Texte zu erinnern.

Seine Fähigkeit, mit den Worten und der biblischen Botschaft zu jonglieren beeindruckt. Ihm ist es in Sprachspielen gelungen, zu einem Blickwechsel auf gewohnte Alltagserfahrungen zu gelangen: Plötzlich werden Wunder im Alltag sichtbar. Als reformierter Theologe wehrte er sich gegen jede Vereinnahmung Gottes, versuchte, verkrustete Gemütlichkeit aufzubrechen. Berührend sind seine Gedichte und Texte, da sie von einer tiefen Frömmigkeit und einer provokanten Schärfe leben. 

Kurt Marti 1921 in Bern geboren, studierte Jura und Theologie in Bern und Basel, u.a. bei Karl Barth.

Ein Jahr war er im Dienste des Ökumenischen Rates der Kirchen in Paris als Seelsorger für Kriegsgefangene, sonst überwiegend Pfarrer in der Schweiz, Leiniswil, Niedrelenz und bis 1983 in Bern. Immer engagiert er sich stark politisch, hervorzuheben sind da der Kampf gegen Atomwaffen, sein Pazifismus, die Bewahrung der Schöpfung.

Aus politischen Gründen wurde ihm 1972 eine Professur an der ev.-theologischen Fakultät der Universtität Bern im Fach Homiletik/Predigtlehre durch den Regierungsrat des Kantons Bern verweigert.

Im hohen Alter wurde er ein entschiedener Gegner der Globalisierung, fand es sei der falsche Weg der Zusammenführung unter den Prämissen des Kapitalismus. Verheiratet war er mit Hanna Marti-Morgenthaler, das Paar hat vier Kinder.

1983 beginnt er als freier Schriftsteller zu arbeiten. Neben Karl Barth war Dorothee Sölle ihm eine wichtige theologische Gesprächspartnerin.

 

 

und ALSO wurde das wort GOTT/zum letzten der wörter/zum ausgebeutetsten aller begriffe/
zur geräumten metapher - zum proleten der sprache  

                     (Kurt Marti, abendland, 1980)

 

   unser vater
   der du bist die mutter
   die du bist der sohn
   der kommt
   um anzuzetteln
   den himmel auf erden
   dein name werde geheiligt
   dein name möge kein hauptwort bleiben
   dein name werde bewegung
   dein name werde in jeder zeit konjugierbar
   dein name werde tätigkeitswort
   bis wir loslassen lernen
   bis wir erlöst werden können
   damit im verwehen des wahns komme dein reich
   in der liebe zum nächsten
   in der liebe zum feind
   geschehe dein wille -
   durch uns.

ich habe gelernt (in der Kirche):
wer dich auf den rechten backen schlägt
dem biete auch den andern dar
ich habe gelernt (in nahkampfkursen):
ein tritt in die hoden des feindes
legt diesen am sichersten um
was gilt nun?

(Kurt Marti, abendland, 1980)

 


 

Zum Abschluss:

NACHFOLGELIED

wir schielen
nach Christus hier
und Erfolgen dort.

wir schielen
nach Christus hier
und den Waffen dort.

Komm, richte
allein nur auf
Christus unseren Blick.
wir schielen
nach Christus hier
und dem Mammon dort

Hilf. Höchster,
und heil´ unser Herz
und Schielaug zugleich.

Erwecke
den Mut uns zu
Wagnis und Verzicht

 

wir schielen
nach Christus hier
und dem Mammon dort

Aus: Kurt Marti, Urgrund Liebe, 1987)

 

nächste Termine

 

2021, Sonntag 21. Februar17 Uhr

Der nächste digitale Gemeindeplausch findet am Sonntag, 21.02.2021 statt.

Hätten Sie Interesse, noch mal eine Einführung – Anleitung zu bekommen? Es würde sich dann jemand mit Ihnen telefonisch zusammensetzen. Oder würden Sie lieber einmal einen simplen telefonischen Kontakt haben? Melden Sie sich doch bitte im Gemeindebüro oder bei Frau Gillmann.

 

Der Kollektenplan unserer Kirchengemeinde

 

14.02 Bekämpfung von Rassismus ÖRK
21.02. Hoffnung für Osteuropa
28.02. Ambulante Tagespflege für Demenzkranke in Erlangen

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie Kollekten-Spenden auf unser Gemeindekonto bei der Sparkasse Erlangen IBAN: DE83 7635 0000 0000 0174 19 überweisen!

 

Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine Spendenquittung aus. Bitte vergessen Sie nicht, bei der Überweisung den Kollektenzweck anzugeben.

 

Presbyteriumswahl 2021

 

Presbyteriumswahl am 25. April 2021

 

img-kirchenwahl-2021Überlegen Sie doch jetzt schon mal, ob Sie das Ehrenamt interessiert, oder wer nach Ihrer Meinung dafür geeignet wäre? Schlagen Sie doch einen Kandidaten aus der Kirchengemeinde vor! Jeder Wahlvorschlag benötigt 10 Unterstützerunterschriften von Gemeindegliedern. Vordrucke liegen in der Kirche bereit!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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(Photo: privat)
Der verschneite Innenhof unseres Kirchenzentrums

 

nachapostolisches Bekenntnis

ich glaube an gott
der liebe ist
den schöpfer des himmels und der erde

ich glaube an jesus
sein menschgewordenes wort
den messias der bedrängten und unterdrückten
der das reich gottes verkündet hat
und gekreuzigt wurde deswegen
ausgeliefert wie wir der vernichtung des todes
aber am dritten tag auferstanden
um weiterzuwirken für unsere befreiung
bis dass gott alles in allem sein wird

ich glaube an den heiligen geist
der uns zu mitstreitern des auferstandenen macht
zu brüdern und schwestern derer
die für gerechtigkeit kämpfen und leiden

ich glaube an die gemeinschaft der weltweiten kirche
an die vergebung der sünden
an den frieden auf erden für den zu arbeiten sinn hat
und an die erfüllung des lebens
über unser leben hinaus»

aus: Kurt Marti, 1980 „abendland“

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(Photo: privat)

 

 


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