Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Erlangen

 

Besinnliches

Suche: Kühe, Pilze oder Gott

„Wenn man Kühe sucht, findet man Pilze. Wenn man Pilze sucht, findet man Kühe.“ Nun gut. Wen interessieren schon groß Kühe oder Pilze? Ich habe jedenfalls diesen Spruch gefunden und seitdem bin ich ein großer Fan von Beidem. „Wenn man Kühe sucht, findet man Pilze. Wenn man Pilze sucht, findet man Kühe.“ So einfach ist das. Aber wenn man absichtlich Pilze sucht, um Kühe zu finden, oder Kühe sucht, um Pilze zu finden, dann findet man nichts. Gar nichts.

Der Spruch ist witzig, finde ich, und echt wahr. Das fängt beim Hammer an. Ich gehe ihn im Keller suchen – finde ihn nicht, aber die Isomatte, die ich schon lange vermisst habe! Oder ich fahre in Urlaub an die Ostsee – und ich treffe eine Frau, die zu einer guten Freundin wird. Habe ich nicht gesucht, aber gefunden. „Man sucht Pilze und findet Kühe.“ So einfach ist das. Nur: Ich sollte mir wohl nicht zu genaue Vorstellungen machen, wie das oder der oder die ist oder aussehen soll, die ich suche.

Wie bei der Suche nach Gott. Ich erlebe manchmal Leute, die genau zu wissen meinen, was sie suchen. Etwa einen Gott wie dieser gütige Mann mit Rauschebart. Oder einen, der fiesen Leuten auf die Finger haut. Einen Gott, der alles kann und weiß. Oder einen, dem man rein gar nichts zutrauen kann. Oder Gott als Frau, wie eine liebevolle Mutter. So viele Erwartungen, wie Gott zu sein hat. Dabei ist und bleibt er oder sie ein Geheimnis. Am besten lasse ich mich darum überraschen. Wenn ich neugierig und offen bleibe. Dann kann es sein, dass mir Gott sozusagen vor die Füße fällt, wenn ich ihn gar nicht suche. Wie ein Pilz. Oder eben eine Kuh. So einfach ist das.

Jeremia 29,13.14: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr.“


veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Pfarrerin Silke Bartel, Reutlingen, Evangelische Kirche

gesendet als "SWR3 Gedanken am 29.12.2019" auf der Homepage www.kirche-im-swr.de

 


 

  • Ich weiß nicht, wohin Gott mich führt, aber ich weiß, daß er mich führt.

    Gorch Fock (1880 - 1916 (gefallen in der Skagerak-Seeschlacht)), eigentlich Johannes Kienau, niederdeutscher Erzähler, Lyriker, Elbfischer und Marinesolda

  • Von dem Menschen, den wir geliebt haben, wird immer etwas in unseren Herzen bleiben;
    etwas von seinen Träumen,
    etwas von seiner Hoffnung,
    etwas von seinem Leben,
    alles von seiner Liebe.

    Nachruf

  • ...
    Herr, lass mich trachten,
    nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
    nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
    nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
    Denn wer sich hingibt, der empfängt;
    wer sich selbst vergisst, der findet;
    wer verzeiht, dem wird verziehen;
    und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

    Ausschnitt aus „Mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ Ein ungewöhnliches Gebet im Geist des Franz von Assisi

  • "Es gibt dem Müden Kraft.“
    … und Stärke genug dem Unvermögenden. So versucht der Prophet Jesaja, die nach Babylon verschleppten Israeliten zu trösten.
    Die sind seit Jahrzehnten in der Fremde, das Königreich Juda ist zerschlagen, Jerusalem und sein Tempel zerstört.
    Doch wie auf Adlerflügeln werden sich die Menschen wieder erheben.

    Jesaja 40,29
    Veröffentlicht in unserem Gemeindebrief (69)

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