Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Erlangen

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Besinnliches

  • Das Buch ist rot!

    a book 4133883 640Bild von Yuri_B from Pixabay

    Im Fach Sozialwissenschaften hielt unser Professor heute ein schwarzes Buch hoch und sagte:

    "Dieses Buch ist rot!".

    Die ganze Klasse protestierte einstimmig und rief:"Nein!".

    Der Professor seinerseits beharrte darauf und sagte: "Doch, ist es!".

    Und wir wiederholten: "Das ist nicht richtig!".

    Er drehte das Buch um - und die Rückseite war rot!

    Der Professor blickte in unsere beschämten Gesichter und meinte:

    "Sage niemals jemanden, er liege falsch, solange du die Dinge nicht aus seiner Perspektive gesehen hast!".

    Verfasser unbekannt

  • Anekdote um Rainer Maria Rilke : Die Rose

    Gemeinsam mit einer jungen Französin kam er [Rilke]
    um die Mittagszeit an einem Platz vorbei,
    an dem eine Bettlerin saß und um Geld bat.
    Sie hielt sich immer am gleichen Ort auf
    und nahm die Almosen entgegen,
    ohne auch nur einen Blick auf die Geber zu verschwenden.
    Rilke gab ihr nie etwas,
    während seine Begleiterin der Frau öfters Geld gab.

    isolated 2377239 200Als die Französin eines Tages fragte,
    warum Rilke der Frau nie etwa gebe,
    erhielt sie zur Antwort,
    daß man ihrem Herzen
    und nicht ihrer Hand etwas schenken solle.

    Einige Tage darauf brachte Rilke
    der Bettlerin eine schöne, frisch erblühte Rose
    und legte sie in die um Almosen bittende Hand.

    Da geschah etwas Unerwartetes:
    Die Bettlerin blickte zu dem Geber auf ,
    erhob sich mühsam vom Boden
    und ging mit der Rose davon.


    Eine Woche war die Bettlerin nicht mehr zu sehen.
    Dann saß sie wieder wie zuvor an ihrem gewohnten Platz
    und wandte sich weder mit einem Blick
    noch mit einem Wort an ihre Geber.
    Auf die Frage der Französin,
    wovon die Frau während der Zeit,
    in der sie keine Almosen erhalten habe,
    gelebt habe,
    antwortete Rilke:
    "Von der Rose".



    (aus: Schöne Geschenk-Geschichten für Rosenfreunde, Herder Freiburg 1996)

  • Der Junge dem ein Arm fehlte

    Es war einmal ein Junge. Er war mit nur einem Arm auf die Welt gekommen, der linke fehlte ihm.

    Nun war es so, dass sich der Junge für den Kampfsport interessierte. Er bat seine Eltern so lange darum, Unterricht in Judo nehmen zu können, bis sie nachgaben, obwohl sie wenig Sinn daran sahen, dass er mit seiner Behinderung diesen Sport wählte.

    Der Meister, bei dem der Junge lernte, brachte ihm einen einzigen Griff bei und den sollte der Junge wieder und wieder trainieren. Nach einigen Wochen fragte der Junge: "Sag, Meister, sollte ich nicht mehrere Griffe lernen?"

    Sein Lehrer antwortete: "Das ist der einzige Griff, denn du beherrschen musst."

    Obwohl der Junge die Antwort nicht verstand, fügte er sich und trainierte weiter.

    Irgendwann kam das erste Turnier, an dem der Junge teilnahm. Und zu seiner Verblüffung gewann er die ersten Kämpfe mühelos. Mit den Runden steigerte sich auch die Fähigkeit seiner Gegner, aber er schaffte es bis zum Finale.

    Dort stand er einem Jungen gegenüber, der sehr viel größer, älter und kräftiger war als er. Auch hatte der viel mehr Erfahrungen. Einige regten an, diesen ungleichen Kampf abzusagen und auch der Junge zweifelte einen Moment, dass er eine Chance haben würde.

    Der Meister aber bestand auf dem Kampf.

    Im Moment einer Unachtsamkeit seines Gegners gelang es dem Jungen, seinen einzigen Griff anzuwenden – und mit diesem gewann er zum Erstaunen aller.

    Auf dem Heimweg sprachen der Meister und der Junge über den Kampf. Der Junge fragte: "Wie war es möglich, dass ich mit nur einem einzigen Griff das Turnier gewinnen konnte?"

    "Das hat zwei Gründe: Der Griff, den du beherrschst, ist einer der schwierigsten und besten Griffe im Judo. Darüber hinaus kann man sich gegen ihn nur verteidigen, indem man den linken Arm des Gegners zu fassen bekommt."

    Und da wurde dem Jungen klar, dass seine größte Schwäche auch seine größte Stärke war.

    Verfasser unbekannt

  • Desiderata

    Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast & sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann.
    Stehe soweit ohne Selbstaufgabe möglich in freundlicher Beziehung zu allen Menschen.
    Äußere deine Wahrheit ruhig & klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen & Unwissenden;
    auch sie haben ihre Geschichte.

    Meide laute & aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist.
    Wenn du dich mit andern vergleichst, könntest du bitter werden & dir nichtig vorkommen;
    denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer ist als du.

    Freue dich deiner eigenen Leistungen wie auch deiner Pläne.
    Bleibe an deiner eigenen Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer.
    Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.

    In deinen geschäftlichen Angelegenheiten laß Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug.
    Aber dies soll dich nicht blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit.
    Viele Menschen ringen um hohe Ideale;
    und überall ist das Leben voller Heldentum.

    Sei du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung.
    Noch sei zynisch was die Liebe betrifft;
    denn auch im Angesicht aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras.

    Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluß der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf.
    Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze.
    Aber beunruhige dich nicht mit Einbildungen.
    Viele Befürchtungen sind Folge von Erschöpfung & Einsamkeit.
    Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin sei gut zu dir selbst

    Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume & die Sterne;
    du hat ein Recht hier zu sein.
    Und ob es dir nun bewußt ist oder nicht;
    Zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen.

    Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung du auch von ihm hast und was immer dein Mühen und Sehnen ist.
    In der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte dir den Frieden mit deiner Seele.

    Trotz all ihrem Schein, der Plackerei & den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön.

    Sei achtsam.

    Strebe danach glücklich zu sein.



    Quelle: übersetzte Inschrift aus der St.Pauls Cathedral, Baltimore

  • Ein bewunderungswerter Bauplan

    Ein Millionär, der meinte, dass für sein Geld alles möglich sei, beauftragte einen Architekten mit folgender Aufgabe:
    „Sie sollen für mich einen Turm bauen, der einen Durchmesser von 4m hat. Darin müssen Treppen und Gänge, Wasserleitung und Materialaufzüge eingebaut werden. Die Wände dürfen nur einen halben Meter dick sein. Die Höhe des Turmes aber muss 1500 m betragen. Er muss sich nach allen Seiten biegen können, und in seiner Spitze soll eine chemische Fabrik eingebaut werden.
    Wie weise der Mensch auch ist, so würde er doch nicht imstande sein, so etwas zu bauen. Aber es gibt einen „Turm“, dessen Höhe tatsächlich 400 mal größer ist als sein Durchmesser.
    Dieser „Turm“ ist der Roggenhalm.Seine Wand ist nur einen halben Millimeter dick, während sein Durchmesser vier Millimeter beträgt, und seine Höhe 1,5 Meter. In den Rippen des Halms finden sich Treppen und Gänge.Aufzüge für Nährmittel und Leitungen für das Wasser sind vorhanden. An der Spitze des Halms, in der Ähre, befindet sich eine chemische Fabrik, in der das Mehl für das Brot des Menschen in Form von Körnern hergestellt und gespeichert wird.So werden Milliarden von Ähren zum Zeugnis von der Größe und Güte Gottes.


    Verfasser unbekannt

  • Arme Leute

    Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie.
    Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: "Wie war dieser Ausflug?"
    "Sehr interessant!" antwortete der Sohn.
    "Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?"
    "Oh ja, Vater, das habe ich gesehen."
    "Was hast du also gelernt?" fragte der Vater.

    cookies 5483651 640Bild von Paul McGowan auf Pixabay

    Und der Sohn antwortete: "Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont."
    Der Vater war sprachlos.
    Und der Sohn fügte noch hinzu: "Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind."



    Verfasser unbekannt

  • Die Kekse

    Eine Frau saß in einem großen Flughafen und wartete auf ihren Flug, der mehreren Stunden Verspätung hatte. Um die Zeit irgendwie tot zu schlagen, kaufte sie sich ein Buch und eine Packung Kekse und machte es sich auf den Sitzen im Flughafen gemütlich.
    Neben ihr war ein leerer Sitz, auf dem eine Packung Kekse lag und einen Sitz weiter saß ein junger Mann, der in einer Zeitschrift blätterte. Die Frau schlug ihr Buch auf und nahm sich einen Keks aus der Packung. Der Mann nahm sich ebenfalls einen Keks aus der Packung!
    Das empörte sie, doch sie wollte keine Szene machen, sagte nichts und las einfach weiter. Aber jedes Mal, wenn sie einen Keks aus der Packung nahm, tat der Mann es ihr gleich. Das machte sie wütend, doch sie wollte in einem überfüllten Flughafen keinen Streit anfangen.

    Als nur ein Keks in der Packung übrig blieb, dachte sie: "Jetzt möchte ich aber sehen, was dieser Flegel tut!"
    Als ob er ihre Gedanken lesen konnte, nahm der Mann den Keks, brach ihn in der Mitte und reichte ihr eine Hälfte, ohne sie auch nur anzuschauen. Das brachte ihr Fass zum Überlaufen: Sie wollte ihn schon beschimpfen, konnte sich aber in letzter Sekunde beherrschen, stand auf, nahm ihre Sachen und ging weg.

    cookies 5483651 640 Bild von iPekelnik from Pixabay

    Als sie später in ihrem Flieger saß, suchte sie in ihrer Tasche nach ihrer Brille und fand…. eine Packung Kekse! Da erinnerte sie sich, dass sie ihre Kekse in ihre Tasche gelegt hatte und der Mann, den sie für einen Grobian hielt, hatte SEINE Kekse mit ihr geteilt. Und das tat er einfach so aus Gutherzigkeit, ohne auch nur ein wenig wütend zu werden.

    Sie schämte sich, doch konnte sie sich nicht mehr entschuldigen und ihren Fehler wieder gutmachen.

    Nachwort:

      Um nicht den gleichen Fehler zu begehen: Bevor man über eine Sache wütend wird, sollte man noch einmal in sich gehen und nachdenken, vielleicht es man es selber der im Unrecht ist …



    Verfasser unbekannt

  • Der Platz am Fenster

      Zwei Männer, beide schwer krank, lagen in einem gemeinsamen Krankenzimmer. Der eine durfte sich jeden Tag in seinem Bett eine Stunde lang aufsetzen, um die Flüssigkeit aus seiner Lunge zu entleeren. Sein Bett stand direkt am Fenster. Der andere Mann musste den ganzen Tag flach auf seinem Rücken liegen.
       Die Männer plauderten Stunden lang, ohne Ende. Sie sprachen über ihre Frauen, ihre Familien, ihre Berufe, was sie während des Militärdienstes gemacht hatten und wo sie in ihren Ferien waren.

    Bild von MasterTux auf Pixabay
    Jeden Nachmittag, wenn der Mann in dem Bett beim Fenster sich aufsetzen durfte, verbrachte er seine Zeit indem er dem Zimmerkameraden alle Dinge beschrieb, die er außerhalb des Fensters sehen konnte. Der Mann in dem anderen Bett begann geradezu, für diese Ein-Stunden-Intervalle zu leben, in denen seine Welt erweitert und belebt wurde durch Vorgänge und Farben der Welt da draußen!

       Das Fenster überblickte einen Park mit einem reizvollen See. Enten und Schwäne spielten auf dem Wasser und Kinder ließen ihre Modellbote segeln. Junge Verliebte spazierten Arm in Arm zwischen den Blumen aller Farben und eine tolle Silhouette der Stadt war in der Ferne zu sehen. Als der Mann am Fenster all diese Dinge in wunderbaren Einzelheiten schilderte, schloss der Mann auf der anderen Seite des Zimmers seine Augen und stellte sich das malerische Bild vor.

       An einem warmen Nachmittag beschrieb der Mann am Fenster eine Parade einer Blaskapelle, die gerade vorbeimarschierte. Obwohl der andere Mann die Kapelle nicht hören konnte, konnte er sie richtiggehend sehen - mit seinem geistigen Auge, da der Mann am Fenster sie mit solch eindrucksvollen Worten beschrieb.

       Tage und Wochen vergingen. Eines Morgens, als die Schwester gerade kam, um die beiden Männer zu waschen, fand sie den Mann am Fenster leblos vor - er war friedlich im Schlaf gestorben. Sie war traurig und holte den Spitalsdiener, damit er den Toten wegbringen würde.

       Sobald es passend erschien, fragte der andere Mann, ob er jetzt in das Bett am Fenster wechseln könnte. Die Schwester erlaubte das gerne und sobald er bequem schien, ließ sie ihn allein. Langsam und schmerzvoll stützte er sich mühevoll auf seinen Ellbogen um einen ersten Blick auf die Welt da draußen zu werfen. Er strengte sich an und drehte sich zur Seite um aus dem Fenster neben dem Bett zu sehen. Gegenüber dem Fenster war eine nackte Wand. Der Mann rief die Schwester und fragte sie, was seinen Zimmerkameraden dazu bewegt haben könnte, so wunderbare Dinge außerhalb des Fensters zu beschreiben?

       Die Schwester antwortete, dass der Mann blind war und nicht einmal die Wand gegenüber sehen konnte.
    Sie sagte: "Vielleicht wollte er sie aufmuntern."

    Nachwort:

       Man kann großes Glück fühlen, wenn man andere glücklich macht, sogar wenn es einem selber nicht gut geht. Geteiltes Leid ist halbes Leid, aber geteiltes Glück wird verdoppelt! Wenn du dich gut fühlen willst, dann zähle alle Dinge, die du hast, die du nicht kaufen kannst. Jeder Tag ist ein Geschenk, deswegen nennt man die Gegenwart auch "Präsent".


    Verfasser unbekannt

  • Albrecht Dürer und die "Betenden Hände"

    Um das Jahr 1490 waren Albrecht Dürer und Franz Knigstein zwei junge, unbekannte Künstler, die nur mit großer Mühe finanziell über die Runden kamen.
    Weil sie beide arm waren, mussten sie hart arbeiten um ihr Kunststudium zu verdienen.

    Betende Hände by Albrecht Dürer.
    Source wikipedia

    Die Arbeit nahm jedoch soviel von ihrer Zeit in Anspruch,
    dass es mit dem Studium der beiden nur sehr langsam voranging. Schließlich trafen sie eine Vereinbarung:
    Einer der beiden sollte jeweils arbeiten, während der andere studieren konnte.
    Das Los entschied, dass Albrecht als erster studieren durfte, während Franz schwer schuften musste, um die beiden über Wasser zu halten.
    Sie einigten sich darauf, dass, wenn Albrecht erfolgreich sein würde, er Franz unterstützen sollte, der dann sein Kunststudium fortsetzen würde.
    Albrecht machte sich also auf in die berühmten Städte Europas, um dort zu studieren.
    Wie ja inzwischen hinreichend bekannt ist, war er nicht nur begabt, sondern ein echtes Genie.
    Als sich der Erfolg einstellte, kehrte er zurück, damit sein Freund studieren könne.
    Bald erkannte Albrecht, welchen gewaltigen Preis Franz bezahlt hatte. Er hatte schwere körperliche Arbeit getan,

    um seinen Freund zu unterstützen, und dabei waren seine Hände steif und schwielig geworden.
    Seine schlanken, sensiblen Hände waren ein und für allemal ruiniert, so dass es ihm unmöglich war, den zarten Pinsel so präzise zu führen, wie es in der Malerei nötig war.
    Obwohl sich seine Träume als Künstler nie erfüllten, war er nicht verbittert, sondern freute sich über den Erfolg seines Freundes.
    Eines Tages suchte Dürer unangemeldet seinen Freund auf und fand ihm kniend vor, die verkrümmten Hände zum Gebet gefaltet. Franz betete für seinen Freund.
    Das große Genie Albrecht Dürer zeichnete schnell die betenden Hände seines treuen Freundes, und aus dieser Skizze entstand später sein großartiges Meisterwerk, das unter dem Titel "Die betenden Hände" berühmt geworden ist.
    Heute stellen Kunstmuseen in aller Welt die Werke Dürers aus.
    Das besagte Meisterwerk erzählt eine Geschichte von Liebe und Opferbereitschaft, von Fleiß und von Dankbarkeit.
    Es erinnert viele Menschen auf der ganzen Welt daran, wie auch sie Trost, Mut und Kraft finden.


    Verfasser unbekannt

  • Der höchste Beruf

    Gustav Benz erzählt von einer Schulklasse, die vor der Schulentlassung stand. Der Lehrer fragte jeden Schüler, was er werden wolle. Sie berichteten fröhlich von dem Beruf, den sie gewählt hatten, von dem Meister, bei dem sie in die Lehre gehen würden, und von dem, was sie da alles lernen wollten. Einer der Schüler gab nicht gleich seine Antwort. Auf mehrmaliges Fragen sagte er: "Ich will ein Segen werden!" Da lachten die anderen Jungen schallend hinaus. Der arme Junge wurde blutrot - aber der Lehrer sagte, indem er ihm über den Scheitel strich: "Du hast die allerschönste Antwort gegeben!"

    Verfasser unbekannt

  • Ich bin reich

    Harold Abbott machte sich ständig Sorgen. Wenigstens war das so, bis er an einem Frühlingstag im Jahre 1934 die Straße hinunter ging und etwas sah, das all seinen Sorgen ein Ende bereitete.
    Jahre später erzählte er einem Freund: »Es war eine Sache von zehn Sekunden, aber in diesen zehn Sekunden lernte ich mehr darüber, wie man leben sollte, als ich in den zehn Jahren davor gelernt hatte.«Zu der Zeit hatte Harold versucht, einen Gemüseladen zu betreiben – was mitten in der großen Depression nicht leicht war. Er hatte sich stark verschuldet und sah sich einige Tage zuvor gezwungen, seinen Laden zu schließen.
    Jetzt war er auf dem Weg zur Bank, um zu versuchen, etwas Geld zu borgen. Damit wollte Er in eine nahe gelegene Stadt fahren, um nach einem Job zu suchen. Harold hatte all seinen Kampfgeist und Glauben verloren. Er trottete wie ein geschlagener Mann dahin.
    Da sah er einen Mann die Straße herunter kommen – einen Mann, der keine Beine hatte. Dieser sass auf einer kleinen, hölzernen Plattform, die mit Rollschuhrädern ausgestattet war. In beiden Händen hielt er jeweils einen Holzklotz, mit denen er sich vorwärts schob. Harold kreuzte seinen Weg mit dem Mann, nachdem dieser gerade die Straße überquert hatte und dabei war, sich über den Randstein auf den Gehsteig hochzuheben. Als der Mann die Vorderkante seiner kleinen, hölzernen Plattform anhob, trafen sich ihre Augen und der Mann grüßte Harold mit einem Lächeln.
    »Guten Morgen! Es ist ein wunderschöner Morgen, nicht wahr?« sagte er enthusiastisch.Als Harold da stand und ihn anschaute, wurde ihm bewusst, wie reich er doch war. Er hatte zwei Beine. Er konnte gehen. Da schämte er sich über sein Selbstmitleid. »Wenn dieser Mann ohne Beine glücklich, fröhlich und zuversichtlich sein kann«, sagte sich Harold, »dann kann ich das erst recht mit Beinen.«
    Er fühlte bereits, wie sein Selbstwertgefühl zurückkehrte. Er hatte vorgehabt, die Bank um einhundert Dollar zu fragen. Jetzt hatte er den Mut, nach zweihundert zu fragen. Er hatte vor zu sagen, dass er in die Stadt fahren wollte, um zu versuchen, einen Job zu bekommen.
    In der Bank kündigte er aber zuversichtlich an, dass er dorthin gehen wollte, um einen Job zu haben. Er erhielt den Kredit und er bekam den Job.
    Viele Jahre lang noch hatte Harold Abbott die folgenden Worte an den Spiegel seines Badezimmers geheftet, und er las sie jeden Morgen, wenn er sich rasierte:

    "Ich fand keine Ruhe, denn ich hatte keine Schuhe, bis ich auf der Straße ganz alleine, einen Mann traf ohne Beine.".



    Autor unbekannt (Quelle: Der Bibelleser)

  • Israel: Wunderheilung versetzt Arzt ins Staunen

    Als Therese Daoud mit einem riesigen bösartigen Tumor im Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv ankam sagten die Ärzte, dass ihre einzige Überlebenschance in einer Amputation des Beines bestünde. Was jedoch in den darauffolgenden Monaten geschah, machte die Mitarbeiter des Krankenhauses und das ganze Land sprachlos. „Wenn mir jemand die Geschichte von Therese erzählt hätte, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt und in die Psychiatrie geschickt“, sagte Professor Yaakov Bickels, der leitende Arzt der orthopädisch-onkologischen Abteilung des Krankenhauses. „Doch ich war dort. Ich sah es mit meinen eigenen Augen.“

    Was der Professor sah, beschrieb er als bösartigen Tumor in der Größe einer Orange. Die Biopsie zeigte, dass es sich um ein Sarkom handelte. „Dies ist eine der aggressivsten und bösartigsten Krebsarten in Tumoren“, erklärte Bickels. „Bei einem Tumor, der bereits diese Größe erreicht hatte, war die Amputation des Beines die einzige Behandlungsform, die wir Therese noch anbieten konnten.“
    “Ich stand unter Schock, als die Ärzte mir dies mitteilten”, sagte Therese, eine Naturwissenschaftslehrerin der Junior High School. „Ich dachte, er spräche von jemand anderem. Doch ich hatte keine Wahl. Ich begann mich auf ein Leben mit nur einem Bein vorzubereiten.“ Therese sandte ihre Laboruntersuchungen und Röntgenbilder in die USA, um sie dort gegenprüfen zu lassen, doch sie kamen mit derselben Prognose zurück. Das Bein musste amputiert werden, um ihr Leben zu retten.
    Nachdem Therese bereits drei Tage im Krankenhaus gewartet hatte, wurde sie am Tag der Operation informiert, dass der Termin aufgrund „technischer Schwierigkeiten“ verschoben werden musste. Als sie zu dem neuen Termin zurückkam und kurz davor stand in den Operationssaal geschoben zu werden, wurde ihr erneut gesagt, dass die Amputation verschoben werden müsste. Dieses Mal stand das Operationsteam nicht zur Verfügung weil es so viele Notfälle gegeben hatte. Als Theresa schließlich einen weiteren Termin für die Operation bekam, wurde ihre Mutter sehr krank, und Therese entschloss sich, die Operation selbst zu verschieben, um sich um ihre Mutter kümmern zu können.

    Für die meisten von uns wäre es erdrückend wenn wir eine lebensrettende Operation verschieben müssten. Doch nicht für Therese. „Dreimal wurde die Operation verschoben“, sagte sie. “Dies war für mich ein deutliches Zeichen vom Himmel, dass ich diese Operation nicht machen lassen sollte.“ Das israelische Fernsehen strahlte Bilder von Therese aus, wie sie in einer Kirche im Norden des Landes betete. „Als sie mir mitteilte, dass sie sich entschieden hatte, das Bein nicht amputieren zu lassen, stand es für mich fest. Sie würde bald sterben“, sinnierte Prof. Bickels. „Ich war traurig über ihre Entscheidung.“

    Drei Monate später kam Therese ohne fremde Hilfe und mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht in das Büro von Bickels. „Was ist denn mit Ihnen passiert?“ fragte er. „Ich habe gebetet“, antwortete sie.
    Verblüfft sandte Bickels Therese sofort zur Kernspintomografie, doch die Ergebnisse waren unbestreitbar. Der todbringende Tumor war dramatisch geschrumpft. „So etwas geschieht einfach nicht“, stammelte der Professor. „Ein Tumor dieser Größe kann nicht dermaßen zurückgehen.“ Die Ärzte und Krankenschwestern konnten die Ergebnisse nicht glauben und ordneten deshalb eine weitere Biopsie an. Doch ohne Veränderung. Es gab keinen Krebs mehr. Er hatte Thereses Körper vollständig verlassen. „Wir untersuchten ihre Unterlagen wieder und wieder“, sagte ein erstaunter Bickels. „Wir konnten einfach nicht akzeptieren, dass der Krebs ohne irgendeine Behandlung verschwunden war.“

    Die israelischen Fernsehnachrichten hatten von dem Wunder berichtet, und alle gaben zu, dass es keine Erklärung dafür gäbe, was mit Therese geschehen war, außer die Kraft ihres Glaubens. Die Krankenhausmitarbeiter und die Reporter reisten sogar zu Therese nach Hause, um dort nach anderen Erklärungen zu suchen. Sie kosteten die Nahrung, die sie zu sich nimmt, und überprüften das Wasser, das sie trinkt, doch es gab keine natürliche Erklärung. Sie gingen sehr nachdenklich davon und dachten über die eine nicht von der Hand zu weisende, unausweichliche und sehr unbequeme Möglichkeit nach, dass Gebete zu JESCHUA, dem MESSIAS von Israel, auch heute noch Heilung bringen.



    Quelle: ISRAEL TODAY
    Ausgabe: 08/2014

  • Wer bin ich ?

    Sie sagen mir oft, ich träte aus meiner eigenen Zelle. Gelassen und heiter und fast, wie ein Gutsherr auf seinem Schloss.

    Wer bin ich? Sie sagen mir oft, ich spräche mit meinen Bewachern frei und freundlich und klar, als hätte ich zu gebieten.

    Wer bin ich? Sie sagen mir auch, ich trüge die Tage des Unglücks gleichmütig, lächelnd und stolz, wie einer, der Siegen gewohnt ist.

    Bin ich wirklich das, was andere von mir sagen? Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig und krank, wie ein Vogel im Käfig? Ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle? Hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen, umgetrieben vom Warten auf große Dinge? Ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne, müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen, matt und bereit, von altem Abschied zu nehmen?

    Wer bin ich? Der oder jener?
    Bin ich heute dieser und morgen ein anderer? Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling? Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer, das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

    Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
    Wer ich auch bin, Du kennst mich. Dein bin ich, oh Gott!

    Dietrich Bonnhöfer, 1944 (aus: Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung)

  • Zwei sorgenfreie Tage

    Es gibt in jeder Woche zwei Tage, über die wir uns keine Sorgen machen sollten. Zwei Tage, die wir frei halten sollten von Angst und Bedrückung. Einer dieser Tage ist Gestern mit all seinen Fehlern und Sorgen, geistlichen und körperlichen Schmerzen. Das Gestern ist nicht mehr unter unserer Kontrolle! Alles Geld der Welt kann das Gestern nicht zurückbringen; wir können keine einzige Tat, die wir gestern getan haben, ungeschehen machen. Das Gestern ist vorbei.

    Der andere Tag, über den wir uns keine Sorgen machen sollten, ist das Morgen mit seinen möglichen Gefahren, Lasten, großen Versprechungen und weniger guten Leistungen. Auch das Morgen haben wir nicht unter unserer sofortigen Kontrolle. Morgen wird die Sonne aufgehen, entweder in ihrem vollen Glanz oder hinter einer Wolkenwand. Aber eins steht fest: sie wird aufgehen! Bis sie aufgeht, sollten wird uns nicht über Morgen Sorgen machen, weil Morgen noch nicht geboren ist.

    Da bleibt nur ein Tag übrig: Heute!
    Jeder Mensch kann täglich nur ein Tagwerk bewältigen. Dass wir zusammenbrechen geschieht nur, wenn Du und ich die Last dieser zwei fürchterlichen Ewigkeiten - Gestern und Morgen - zusammenfügen. Es sind nicht die Erfahrungen von Heute, die die Menschen verrückt machen; es ist die Reue und Verbitterung für etwas, was gestern geschehen ist, oder die Furcht vor dem, was das Morgen wieder bringen wird. Heute ist das Morgen, worüber wir uns gestern Sorgen gemacht haben.

    Verfasser unbekannt

     
  • Wer bin ich

    Sie sagen mir oft, ich träte aus meiner eigenen Zelle. Gelassen und heiter und fast, wie ein Gutsherr auf seinem Schloss.

    Wer bin ich? Sie sagen mir oft, ich spräche mit meinen Bewachern frei und freundlich und klar, als hätte ich zu gebieten.

    Wer bin ich? Sie sagen mir auch, ich trüge die Tage des Unglücks gleichmütig, lächelnd und stolz, wie einer, der Siegen gewohnt ist.

    Bin ich wirklich das, was andere von mir sagen? Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig und krank, wie ein Vogel im Käfig? Ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle? Hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen, umgetrieben vom Warten auf große Dinge? Ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne, müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen, matt und bereit, von altem Abschied zu nehmen?

    Wer bin ich? Der oder jener?
    Bin ich heute dieser und morgen ein anderer? Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling? Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer, das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

    Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
    Wer ich auch bin, Du kennst mich. Dein bin ich, oh Gott!

    Dietrich Bonhöfer, 1944

     
  • Die vier Kerzen

    advent 234462 640Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und erlosch schließlich ganz.

    Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.

    Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

    Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „ Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und fast fing es das Weinen an. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort.Sie sagte: „Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung!“

    Mit einem Streichholz nahm das Kind, das Licht dieser Kerze und zündete die anderen Kerzen wieder an!

    Verfasser unbekannt

     
  • Gottes Umwege

    Wenn bei dir nächstes Mal schon am Morgen alles schief zu laufen scheint, die Kinder sich zu langsam anziehen, du die Autoschlüssel nicht findest und vor jeder roten Ampel stehen bleiben musst, dann werde nicht ärgerlich oder frustriert. Preise stattdessen Gott, denn Gott wacht über dich.

    Nach der schrecklichen Katastrophe am 11. September 2001 habe ich mit einem Geschäftsmann gesprochen, den ich nicht kannte, mit dem ich nie zuvor gesprochen habe und mit dem ich höchstwahrscheinlich auch nie wieder sprechen werde. Doch an diesem speziellen Tag war ihm nach Reden zumute. Er war der Chef eines Sicherheitsdienstes, der den verbliebenen Mitarbeitern eines anderen Sicherheitsdienstes, der durch den Angriff auf die Zwillingstürme stark dezimiert worden war, angeboten hatte, seine Büroräume mit zu benutzen. Mit einer Stimme voller Ehrfurcht erzählte er mir Geschichten darüber, wieso diese Mitarbeiter am Leben geblieben waren während ihre Kollegen in den Tod gerissen wurden. Letzten Endes ging es in all diesen Geschichten um die kleinen Dinge, die uns so passieren. Der Chef selbst kam an diesem Tag zu spät weil sein Sohn seinen ersten Kindergartentag hatte. Ein anderer Mann lebte noch weil er an diesem Tag an der Reihe war, die Brötchen zu holen. Was mich wirklich ergriffen hat war die Geschichte von dem Mann, der an diesem Morgen ein paar neue Schuhe angezogen hatte, sich dann auf den Weg machte, aber noch vor seiner Ankunft am Arbeitsplatz feststellte, dass er sich eine Blase gelaufen hatte. So machte er noch kurz an einer Drogerie Halt um sich Pflaster zu kaufen. Nur deshalb ist er heute noch am Leben.

    Wenn ich jetzt im Verkehr stecken bleibe, den Aufzug verpasse, noch einmal umkehren muss weil das Telefon klingelt...all die kleinen Dinge, die mich so nerven…dann denke ich: das ist genau das, wo Gott mich gerade in diesem Moment haben will. Möge Gott fortfahren, dich mit all diesen lästigen Dingen zu segnen.

    Verfasser unbekannt

  • Ein teurer Fehler

    Der 12-jährige Frank wuchs mit drei Geschwistern in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Die Mutter, vom Vater sitzengelassen, versuchte die Haushaltskasse mit Putzarbeiten in der Nachbarschaft aufzubessern, um hie und da den Kindern kleinere Ausflüge finanzieren zu können. Manchmal träumten sie von der Welt der Schönen und Reichen – und jeden Freitag spielten sie mit einem Tipp Lotto und hofften, ihrem großen Glück so näher zu kommen. Frank gab d...en Schein immer auf dem Nachhauseweg von der Schule an der Zahlstelle ab und nahm die Quittung in Empfang. Und welch Wunder, eines Samstages geschah das schier Unglaubliche: Fünf richtige Zahlen mit passender Zusatzzahl! Nur der Lottoschein, der war und blieb verschwunden. Das Geld konnte nicht ausgezahlt werden…


    Noch vierzig Jahre später stehen Frank Schreck und Entsetzen ins Gesicht geschrieben, wenn er an dieses Erlebnis denkt. Bei jeder Familienfeier muss er diese Geschichte erzählen, wie er seiner Mutter die Nachricht überbringen und ihr mitteilen musste, dass durch seine Unachtsamkeit so kurz vor dem Ziel alle Träume wie Seifenblasen zerplatzt waren.

    Frank hatte damals mit einem großen Donnerwetter gerechnet, doch die Mutter schloss ihn tröstend in die Arme und meinte nur: „Es ist, wie es ist. Lass uns nun das Beste daraus machen.“
    Fehler sind die besten Lehrermeister. Wer sich für seine Irrtümer geißelt, verliert die Kraft, um die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Nur wer seine Fehler annimmt, der kommt im Leben voran.

    Verfasser unbekannt

  • Der Großvater und sein Enkel

    Es war einmal ein Großvater, der schon sehr, sehr alt war. Seine Beine gehorchten ihm nicht mehr, die Augen sahen schlecht, die Ohren hörten nicht mehr viel und Zähne hatte er auch keine mehr.

    Wenn er aß, floss dem alten Mann die Suppe aus dem Mund. Der Sohn und die Schwiegertochter ließen ihn deshalb nicht mehr am Tisch mitessen, sondern brachten ihm sein Essen hinter den Ofen, wo er in seiner Ecke saß.

    Eines Tages, als man ihm die Suppe in einer Schale hingetragen hatte, ließ er die Schale fallen und sie zerbrach. Die Schwiegertochter machte dem Greis Vorwürfe, dass er ihnen im Haus alles beschädige und das Geschirr zerschlage, und sagte, dass sie ihm von jetzt an das Essen in einem Holzschüsselchen geben werde. Der Greis seufzte nur und sagte nichts.

    Als der Mann und die Frau einige Tage später zu Hause beisammen saßen, sahen sie, dass ihr Söhnchen auf dem Fußboden mit kleinen Brettern spielte und etwas zimmerte.

    Der Vater fragte ihn: "Was soll das denn werden, Mischa?"

    Und Mischa antwortete: "Das soll ein Holzschüsselchen werden, Väterchen. Daraus werde ich dir und der Mutter zu essen geben, wenn Ihr alt geworden seid."

    Der Mann und die Frau sahen sich an und weinten. Ihnen wurde plötzlich bewusst, wie sehr sie den Greis gekränkt hatten und sie schämten sich. Fortan ließen sie ihn wieder am Tisch sitzen und waren freundlich zu ihm.

    Geschichte nach Lew Tolstoi

  • Gutes im Herzen

    Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht. 

    Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:

    "Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen."

    Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase. Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute.

    Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein:

    "Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet."

    Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt: "Als ich dich gekränkt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?"

    Der andere Freund antwortete: "Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand Schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann."

     

    Verfasser unbekannt

  • Die Weisheit des Alters

    Ein 92 jähriger Mann beschloss nach dem Tod seiner Frau ins Altersheim zu gehen. Die Wohnung schien ihm zu gross, und er wollte für seine letzten Tage auch noch ein bisschen Gesellschaft geniessen, denn er war geistig noch in guter Verfassung.

    Im Heim musste er lange in der Halle warten, ehe ein junger Mann zu ihm kam und mitteilte, dass sein Zimmer nun fertig sei. Er bedankte sich und lächelte seinem Begleiter zu, während er, auf seinen Stock gestützt, langsam neben ihm herging.

    Bevor sie den Aufzug betraten erhaschte der Alte einen Blick in eines der Zimmer und sagte „Mir gefällt es sehr gut“. Sein junger Begleiter war überrascht und meinte, er habe doch sein Zimmer noch gar nicht gesehen. Bedächtig antwortete der alte Mann „wissen Sie junger Mann, ob ich den Raum mag oder nicht hängt nicht von der Lage oder der Einrichtung, sondern von meiner Einstellung ab. Von der Art, wie ich ihn sehen will. Und ich habe mich vor langer Zeit entschieden glücklich zu sein. Diese Entscheidung treffe ich jeden Morgen neu wenn ich aufwache. Denn ich kann wählen. Ich kann im Bett bleiben und hadern, dass mein Körper alt wurde und ich dies und jenes nicht mehr tun kann, oder ich kann aufstehen und dankbar sein für alles, was ich noch kann. So ist jeder Tag ein Geschenk. Und solange ich meine Augen öffnen kann, will ich sie auf den neuen Tag richten, und solange ich meinen Mund öffnen kann will ich Gott danken für all die glücklichen Stunden die ich erleben durfte und noch darf. Sie sind noch jung, doch nehmen Sie sich den Rat eines alten Mannes zu Herzen: Deponieren Sie alles Glück, alle Freude, alle schönen Erlebnisse als Erinnerung auf einem Spezialkonto, um im Alter über einen Schatz zu verfügen, von dem Sie zehren können, wann immer Sie dessen bedürfen. Es liegt an Ihnen, wie hoch Ihre Einlagen auf dem Konto sind. Ich verrate Ihnen noch zwei einfache Tricks, mit denen Sie ihr Konto rasch wachsen lassen können: Hegen Sie in Ihrem Herzen nur Liebe, und in Ihren Gedanken nur Freude. In dem Bewusstsein, so ein Konto zu besitzen, verliert die Zukunft ihre Ungewissheit, und der Tod seine Angst.“

    Der junge Mann hatte staunend zugehört und bedankt sich nun mit einem strahlenden Leuchten in seinen Augen. Freudig drückt er den Arm des Alten und meint: „Vielen Dank! soeben habe ich ein Erinnerungskonto eröffnet und dieses Gespräch ist meine erste Einlage“

    Mit diesen Worten öffnete er die Tür, um dem neuen Bewohner sein Zimmer zu zeigen. Dieser lächelt und sagt: „Mir gefällt es sehr gut.“

    Quelle:alzheimer-euskirchen (e.V.) - Author: unbekannten Mitglied der Alzheimer Gesellschaft Kreis Euskirchen e. V.

  • Heute

    Es gibt in jeder Woche zwei Tage, über die wir uns keine Sorgen machen sollten. Zwei Tage, die wir frei halten sollten von Angst und Bedrückung. Einer dieser Tage ist Gestern mit all seinen Fehlern und Sorgen, geistlichen und körperlichen Schmerzen. Das Gestern ist nicht mehr unter unserer Kontrolle! Alles Geld der Welt kann das Gestern nicht zurückbringen; wir können keine einzige Tat, die wir gestern getan haben, ungeschehen machen. Das Gestern ist vorbei.

    Der andere Tag, über den wir uns keine Sorgen machen sollten, ist das Morgen mit seinen möglichen Gefahren, Lasten, großen Versprechungen und weniger guten Leistungen. Auch das Morgen haben wir nicht unter unserer sofortigen Kontrolle. Morgen wird die Sonne aufgehen, entweder in ihrem vollen Glanz oder hinter einer Wolkenwand. Aber eins steht fest: sie wird aufgehen! Bis sie aufgeht, sollten wird uns nicht über Morgen Sorgen machen, weil Morgen noch nicht geboren ist.

    Da bleibt nur ein Tag übrig: Heute!
    Jeder Mensch kann täglich nur ein Tagwerk bewältigen. Dass wir zusammenbrechen geschieht nur, wenn Du und ich die Last dieser zwei fürchterlichen Ewigkeiten - Gestern und Morgen - zusammenfügen. Es sind nicht die Erfahrungen von Heute, die die Menschen verrückt machen; es ist die Reue und Verbitterung für etwas, was gestern geschehen ist, oder die Furcht vor dem, was das Morgen wieder bringen wird. Heute ist das Morgen, worüber wir uns gestern Sorgen gemacht haben.

    Verfasser unbekannt

  • Gebet des älter werdenden Menschen

     

    O Herr, Du weißt besser als ich,
    dass ich von Tag zu Tag älter
    und eines Tages alt sein werde.

    Bewahre mich vor der Einbildung,
    bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.
    Erlöse mich von der großen Leidenschaft,
    die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

    Lehre mich, nachdenklich, aber nicht grüblerisch,
    hilfreich, aber nicht diktatorisch zu sein.
    Bei meiner ungeheuren Ansammlung von
    Weisheit erscheint es mir ja schade,
    sie nicht weiterzugeben – aber Du verstehst o Herr,
    dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte.

    Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und
    verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.
    Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden.
    Sie nehmen zu, und die Lust, sie zu beschreiben,
    wächst von Jahr zu Jahr.

    Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen,
    mir die Krankheitsschilderungen anderer
    mit Freude anzuhören, aber lehre mich,
    sie geduldig zu ertragen.

    Lehre mich die wunderbare Weisheit,
    dass ich mich irren kann.
    Erhalte mich so liebenswert wie möglich.
    Ich möchte kein Heiliger sein – mit ihnen lebt es sich so schwer -,
    aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.

    Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete
    Talente zu entdecken, und verleihe mir o Herr,
    die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

    Anonym - 17. Jhd. Inschrift in einer englischen Kirche

  • Die üble Nachrede

    Ein Nachbar hatte über Künzelmann schlecht geredet und die Gerüchte waren bis zu Künzelmann gekommen. Künzelmann stellte den Nachbarn zur Rede.

    „Ich werde es bestimmt nicht wieder tun“, versprach der Nachbar. „Ich nehme alles zurück, was ich über Sie erzählt habe“.

    Künzelmann sah den anderen ernst an. „Ich habe keinen Grund, Ihnen nicht zu verzeihen“ erwiderte er. „Jedoch verlangt jede böse Tat ihre Sühne.“

    „Ich bin gerne zu allem bereit.“ sagte der Nachbar zerknirscht.

    Künzelmann erhob sich, ging in sein Schlafzimmer und kam mit einem großen Kopfkissen zurück.

    „Tragen Sie dieses Kissen in Ihr Haus, das hundert Schritte von meinem entfernt steht.“ sagte er. „Dann schneiden Sie ein Loch in das Kissen und kommen wieder zurück, indem Sie unterwegs immer eine Feder nach rechts, eine Feder nach links werfen. Dies ist der Sühne erster Teil.“

    Der Nachbar tat, wie ihm geheißen.

    Als er wieder vor Künzelmann stand und ihm die leere Kissenhülle überreichte, fragte er: „Und der zweite Teil meiner Buße?“

    „Gehen Sie jetzt wieder den Weg zu Ihrem Haus zurück und sammeln Sie alle Federn wieder ein.“

    Der Nachbar stammelte verwirrt: „Ich kann doch unmöglich all die Federn wieder einsammeln! Ich streute sie wahllos aus, warf eine hierhin und eine dorthin. Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen. Wie könnte ich sie alle wieder einfangen?“

    Künzelmann nickte ernst: „Das wollte ich hören! Genau so ist es mit der üblen Nachrede und den Verleumdungen. Einmal ausgestreut, laufen sie durch alle Winde, wir wissen nicht wohin. Wie kann man sie also einfach wieder zurücknehmen?“

    Autor: Jo Hanns Rösler 1899 – 1966

  • Gefangen

    Heute reden viele Menschen von work-life-balance, also dem ausgewogenen Verhältnis von Arbeit und Privatleben. Gerade auch in Zeiten des Home Office. Das kann für einige bedeuten, dass sie ihre Berufung gefunden haben und einem Beruf nachgehen, der auch ihr Hobby sein könnte. Aber ich treffe auch Menschen, bei denen hört man, dass es nicht so ist.

    Im Zug habe ich einen Mann getroffen und wir kamen ins Gespräch. Ein erfolgreicher Mann, der Stolz auf seine Uhr, seine Bahncard 100 und seine Kleidung war.Er hat von seinem Job erzählt, die Statussymbole wurden ganz nebenbei erwähnt. Und zwar immer dann, wenn er über eine der negativen Seiten in seinem Job geredet hatte.

    Dann folgten so Sätze wie: „naja, aber dafür gab es letztes Jahr noch diese Uhr dazu“. Man merkte, dass er nicht wirklich glücklich war in seinem Beruf. Aber irgendwie war er doch gefangen zwischen den Vorteilen und den unübersehbaren Nachteilen. In Mannheim verließen wir gemeinsam den Zug und jeder ging seiner Wege.

    Beim Nach-denken über diese Begegnung, musste ich an Zachäus den Zöllner aus der Bibel denken. Er war Steuereintreiber der Römer gewesen. Nicht besonders beliebt unter seinen Mitmenschen. Jesus aber hat sich trotzdem bei ihm zum Essen eingeladen. Und das hat Zachäus befreit. Er hat sein Leben verändert, um anders weiter zu leben.

    An was der Mann aus dem Zug beim Weggehen gedacht hat, weiß ich nicht. Aber er hat sich nochmal umgedreht, gelächelt und gewunken. Nachdem er erfahren hatte, dass ich Pfarrer bin, hat er interessiert nachgefragt. Er hat sich vorgenommen, mal wieder ein bisschen in der Bibel zu lesen.

    Vielleicht stößt er dabei ja zufällig auf die Geschichte von Zachäus? Ich jedenfalls wünsche dem Mann, dass er anfangen kann ein anderes - freieres Leben zu führen. Mal sehen, vielleicht treffen wir uns mal wieder in der Bahn und kommen ins Gespräch...


    veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Pfarrer Markus Jäckle ,Speyer, Evangelische Kirche

    gesendet als "SWR3 - Anstöße sonn- und feiertags am 01.05.2020" www.kirche-im-swr.de

     


     

  • Veränderung

    In der Krypta des Westminster Abtei sind auf dem Grabstein eines anglikanischen Bischofs die folgenden Worte zu lesen:

    "Als ich jung und frei war und mein Vorstellungsvermögen keine Grenzen hatte, träumte ich davon, die Welt zu verändern.
    Als ich älter und weiser wurde, entdeckte ich, dass sich die Welt nicht ändern würde. Also schränkte ich mich ein und beschloss, nur mein Land zu verändern. Aber auch das schien nicht möglich.
    Als ich in meinen Lebensabend eintrat, versuchte ich in einem letzten verzweifelten Versuch nur meine Familie zu verändern, jene, die mir am nächsten standen. Doch auch sie liessen es nicht zu.

    Jetzt, da ich auf dem Sterbebett liege, wird mir klar: Wenn ich mich selbst zuerst geändert hätte, dann hätte ich durch mein Beispiel meine Familie geändert. Durch ihre Ermutigung wäre ich in der Lage gewesen, mein Land zu verbessern und vielleicht hätte ich sogar die Welt verändert."

    Verfasser unbekannt

  • Der Gedanke

    Der Gedanke schwebte über die Erde und suchte einen Platz, um auszuruhen. Er ließ sich auf einer Blüte nieder. Doch sie schwankte nur im Winde und überschüttete ihn mit Blütenstaub. So verließ er sie.

    Er fand eine Ameise. Doch sie hielt plötzlich inne. So wie sie vorher unermüdlich gesammelt und geschleppt hatte, so verfiel sie in ein endloses Grübeln, rührte sich nicht mehr und verhungerte.

    Der Gedanke flog weiter und fand ein Wesen, welches auf dem Boden hockte und lustlos Dinge anstieß, aufhob und sie wieder fallen ließ. „Nimm mich auf!“ sagte der Gedanke. „Als Belohnung werde ich dir die Lust schenken, die Freude und den Genuss“. So zog der Gedanke in das Wesen ein und nannte es Mensch.

    Der Mensch sah sich um, und alles, was er fand und tat, bereitete ihm Lust. Er freute sich an den Blumen. Er genoss den Anblick der Wolken. Er liebte es, umherzugehen und innezuhalten. Er aß mit Freude und trank das Wasser mit Lust. Doch er genoss es auch, die Blumen zu zertrampeln, das Wasser zu verschmutzen und die Tiere zu fangen und zu quälen.

    Da gebot ihm der Gedanke Einhalt: „Ich werde dir den Zweifel geben, damit du bereit bist, über alles, was du tust und über alles, was du lässt, dir Rechenschaft abzulegen“.

    Doch bald saß der Mensch wieder auf dem Boden, zerrissen zwischen dem, was er tun wollte, und der Furcht davor, etwas zu zerstören, ängstlich bemüht, alles zu vermeiden, was er nicht ausführlich bedacht und vorhergesehen hatte.

    „Das ist nicht gut“, sagte der Gedanke. „Als ich dich traf, warst du lustlos und ohne Ziel. Doch jetzt weißt du, was Lust ist, und versagst sie dir aus Angst, dein Ziel zu verfehlen. So will ich dir die Hoffnung geben, die dich aus der erstarrten Umklammerung von Lust und Zweifel befreien soll“!

    Und so richtete sich der Mensch wieder auf, sammelte und baute, plante und schuf sich eine Welt, von der er hoffte, dass sie ihm zur Lust gereichen werde. Er sammelte Blumensamen, säte und hoffte, sich an ihrem Duft und ihrer Schönheit zu laben, er ersann Speisen und Spiele. Doch er konnte die Zeit nicht vergessen, wo er nur Lust empfand, wo alles, was er tat, ihm Freude bereitete, wo er die Welt genoss, ungetrübt und nicht angenagt von Zweifel. Die Hoffnung schwand, dass es, so sehr er sich auch mühte, je wieder so sein würde. Der Zweifel drohte, die Hoffnung wieder zu ersticken, und der Mensch schien immer mehr in Trübsal zu versinken. Jedes Misslingen schien ihm ein Zeichen, jeder Schmerz brannte sich ihm in die Seele und jedes Scheitern ließ ihn verzweifeln. Die Hoffnung erkrankte und verwandelte sich in Sehnsucht.

    Da schaute ihn der Gedanke ein letztes Mal an und sagte: „Ich werde dir eine letzte Gabe schenken. Du sollst vergessen können, damit die Hoffnung nicht stirbt und die Freude ungetrübt sein kann“.

    Und der Mensch vergaß den Gedanken.

    Verfasser unbekannt

  • Melodie der Erde

    animal 1868436 400
    Foto: von Daniel Kirsch auf Pixabay

    Lieber Gott,
    du weißt,
    ich bin nur ein kleines
    Mädchen mit schwarzen Haaren
    und brauner Haut.
    Du weißt,
    mein Vater ist arm;
    meine Mutter weiß nicht,
    was sie heute kochen soll.
    Mein älterer Bruder
    ist seit vielen Wochen
    arbeitslos;
    meine jüngere Schwester
    hätte gerne eine Puppe
    mit langen, blonden Haaren.
    Warum schenkst du ihr keine?
    Weißt du denn nicht
    wie sehr sie sich darüber
    freuen würde?
    Lieber Gott,
    ich weiß nicht,
    warum manche Menschen
    soviel mehr haben als wir
    und nicht ständig hungern.
    Ich bitte dich,
    mache, daß Vater und Mutter
    sich gut vertragen;
    ich bitte dich,
    schenke mir
    und meiner Schwester
    ein neues Kleid -
    ein buntes, wenn möglich;
    und auch ein paar Sandalen;
    es dürfen auch alte sein,
    Hauptsache, sie passen.

    aus Chile

     

     

    Quelle: "Melodie der Erde", Hrsg. Fridolf Heydenreich, Verl. Butzon & Bercker, ISBN 3-7666-9881-8

  • Jetzt ist Zeit

    Die Liste

    Eine Lehrerin bat ihre Schüler, die Namen aller Schüler auf ein Blatt Papier zu schreiben und daneben Platz zu lassen. Dann forderte sie die Schüler auf, zu überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden auf das jeweilige Blatt Papier schreiben können. Nach der anfänglichen Irritation begannen die Schüler zu schreiben und ihre Blätter zu füllen. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und zu jedem Mitschüler etwas notiert hatte. Bevor die Kinder den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein eigenes Blatt Papier und darunter die netten Bemerkungen, die jeder Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatte. Am Montag gab sie jedem Schüler seine Liste. Schon nach kurzer Zeit strahlten alle. "Wirklich?", hörte man es flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich jemandem etwas bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten. Aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren mit sich und den anderen glücklich. Das Eis brach und es herrschte ein anderer Wind in der Klasse.

    Viele Jahre später starb Mark, einer der Schüler, und die Lehrerin ging zu dessen Begräbnis. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marcs früheren Schulfreunden noch am Friedhof versammelt. Marcs Eltern waren auch da und sie warteten darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog etwas aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Marc verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Es war ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male zusammen- und auseinander gefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen sie die netten Dinge geschrieben hatte, die seine Klassenkameraden über Marc geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie dieses Spiel damals gemacht haben", sagte Marcs Mutter. "Wie Sie sehen können, war das Marc sehr wichtig." Viele frühere Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Fred lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch." Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, seine Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Monika. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Irene und meinte dann: „Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass ihr die Tränen kamen. Sie weinte um Marc und für alle seine Freunde, die ihn nicht mehr sehen würden. Und vor Dankbarkeit, dass die Wertschätzung von damals ihre Schüler so durchs Leben trug.

    Verfasser unbekannt

  • Zufluchtsort- Keine Angst

    „Ich habe so eine Angst“. Mit diesen Worten begrüßt mich eine Patientin als ich in ihr Zimmer trete. Ich begleite sie seit einiger Zeit. Sie wird bald sterben. Und sie weiß das. „Was könnte helfen gegen die Angst“, frage ich sie. „Nicht hier zu sein“, meint sie. Ich frage weiter „Wo wären Sie denn jetzt gerne?“- „In Sri Lanka“, sagt sie und lächelt. „Da war ich mal mit meinem Freund. Und es war so wunderschön dort“. Und dann reisen wir gemeinsam dorthin. In Gedanken. Wir schließen die Augen und sie erzählt mir, wie es dort aussieht. Manchmal frage ich nach, wenn ich etwas genauer sehen will. Gemeinsam gehen wir am Strand spazieren. Wir hören das Meer rauschen, spüren den Sand zwischen unseren Fußzehen. Wir sehen Frauen in bunten Saris und Männer in gestreiften Sarongs, das ist so eine Art Wickelrock. Wir riechen das Curry, das in einem Strandrestaurant gerade zubereitet wird. Sie beschreibt, wie das Curry aussieht und schmeckt und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Irgendwann sagt sie: „Jetzt habe ich keine Angst mehr. Wenn ich gehe, wird alles gut.“ Kurz darauf schläft sie ein. Sie hat ihren Zufluchtsort noch einmal gesehen und sie hat ihn mir gezeigt.

    Ein paar Tage später ist sie gestorben. Für mich war ihr besonderer Zufluchtsort nicht nur die Erinnerung an schöne unbeschwerte Urlaubstage. Es war, als hätte sich für uns beide der Himmel geöffnet. Wir wissen ja alle nicht, wie es dort aussieht, wo das Leben endet und dann, wie ich glaube, nach dem Tod neu beginnt. Aber ich bin fest davon überzeugt: wenn wir hier auf der Erde einmal erlebt haben, wie sich der Himmel öffnet, dann brauchen wir keine Angst haben, wenn wir diese Erde einmal verlassen.
     
    Wer einmal einen Hauch von der Ewigkeit gespürt, gesehen oder gerochen hat, der muss sich nicht mehr vor ihr fürchten. Gott will uns hier schon begegnen, damit wir dort keine Angst mehr haben.

    veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Pfarrerin Anja Behrens, Kaiserslautern, Evangelische Kirche

    gesendet als "Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP am 25.2.2017" auf der Homepage www.kirche-im-swr.de

     


     

  • Der bessere Weg

    animal 1868436 400
    Foto: Pexels auf Pixabay

    Ein kleiner Junge, der auf Besuch bei seinem Großvater war, fand eine kleine Landschildkröte und ging gleich daran, sie zu untersuchen. Im gleichen Moment zog sich die Schildkröte in ihren Panzer zurück und der Junge versuchte vergebens, sie mit einem Stöckchen herauszuholen.

    Der Großvater hatte ihm zugesehen und hinderte ihn daran, das Tier weiter zu quälen. "Das ist falsch" sagte er " komm, ich zeig dir, wie man das macht." Er nahm die Schildkröte mit ins Haus und setze sie auf den warmen Kachelofen. In wenigen Minuten wurde das Tier warm, steckte seinen Kopf und seine Füße heraus und kroch auf den Jungen zu.

    "Menschen sind manchmal wie Schildkröten" sagte der Großvater. "Versuche niemals jemanden zu zwingen. Wärme ihn nur mit etwas Güte auf und er wird seinen Panzer verlassen können."

    Verfasser unbekannt

  • Mit Gott zu Mittag essen...

    Es war einmal ein kleiner Junge, der sich nichts mehr wünschte, als Gott zu treffen. Also packte er seinen Rucksack und machte sich auf den Weg. Er lief lange und wurde müde. In einem kleinen Park setzte er sich auf eine Bank zu einer alten Frau, die dort die Tauben fütterte. Er griff in seinen Rucksack und holte seinen Proviant heraus. Die alte Frau schaute hungrig, und so bot er ihr einen Schokoriegel an, den sie dankbar annahm.

    Zum Dank lächelte sie – und was war das für ein wundervolles Lächeln. Es war so schön, dass er es noch einmal sehen wollte, und so bot er ihr auch eine Limonade an. Die alte Frau nahm das Getränk und lächelte so strahlend, dass dem Jungen ganz warm ums Herz wurde.

    Und so verbrachten die beiden den Nachmittag im Park. Schweigend aßen sie die Schokoriegel und tranken die Limonade. Als es dunkel wurde, machte sich der Junge auf, um nach Hause zu gehen – nicht ohne vorher die Frau zu umarmen, wofür er ihr allerallerschönstes Lächeln bekam.

    Zu Hause fragte die Mutter den Jungen, warum er so glücklich sei, und er antwortete: “Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen – und sie hat ein wundervolles Lächeln!”

    Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn schon auf sie wartete. Auch er fragte sie, warum sie so fröhlich aussah. Und sie antwortete: “Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen – und er ist viel jünger, als ich gedacht habe.”

     

    Geschichte „Ein Nachmittag im Park“ nacherzählt nach: An Afternoon in the Park von Julie A. Manhan. Aus: „A 3rd Serving of Chicken Soup for the Soul: More Stories to Open the Heart and Rekindle the Spirit“ von Jack Canfield, Mark Victor Hansen, (Englisch) Taschenbuch – 2. Oktober 2012. Verlag: Backlist, LLC - a unit of Chicken Soup of the Soul Publishing LLC; Auflage: Original (2. ISBN-10: 1623610370, ISBN-13: 978-1623610371,

  • Liebesopfer - Argument gegen Hinrichtung und gegen Todesstrafe


    Vom englischen Staatsmann Oliver Cromwell (1599-1658) wird folgendes berichtet: Er hatte einen Mann wegen Staatsverbrechen zum Tode verurteilt und angeordnet: »Wenn abends um sechs Uhr die Glocke vom Dom ertönt, soll das Haupt des Verurteilten fallen. «
    Viele Neugierige hatten sich auf dem Domplatz eingefunden, um Zeuge der Hinrichtung zu werden. Man wartete auf das Glockenzeichen, doch das blieb aus. Eine Abordnung wurde zum Glöckner geschickt. Der aber zog wie sonst kräftig am Seil. Als dann einige nach oben stiegen, um auf dem Glockengerüst nachzusehen, bot sich ihnen ein furchtbarer Anblick. Eine Frau hing am Klöppel der Glocke und wurde hin- und her geschlagen. Man hielt die Glocke an, und die Frau brach ohnmächtig zusammen. Es war die Frau des Verurteilten.

    Als Cromwell davon erfuhr, war er zutiefst betroffen und gab den Verurteilten frei. Der Mann selbst hatte nichts zu seinen Gunsten anführen können. Die Liebe und das Opfer seiner Frau waren das Argument gegen seine Hinrichtung.
    Das Opfer Christi ist Argument gegen die Vollstreckung von Gottes Gericht.


    Verfasser unbekannt

  • Suche: Kühe, Pilze oder Gott

    „Wenn man Kühe sucht, findet man Pilze. Wenn man Pilze sucht, findet man Kühe.“ Nun gut. Wen interessieren schon groß Kühe oder Pilze? Ich habe jedenfalls diesen Spruch gefunden und seitdem bin ich ein großer Fan von Beidem. „Wenn man Kühe sucht, findet man Pilze. Wenn man Pilze sucht, findet man Kühe.“ So einfach ist das. Aber wenn man absichtlich Pilze sucht, um Kühe zu finden, oder Kühe sucht, um Pilze zu finden, dann findet man nichts. Gar nichts.

    Der Spruch ist witzig, finde ich, und echt wahr. Das fängt beim Hammer an. Ich gehe ihn im Keller suchen – finde ihn nicht, aber die Isomatte, die ich schon lange vermisst habe! Oder ich fahre in Urlaub an die Ostsee – und ich treffe eine Frau, die zu einer guten Freundin wird. Habe ich nicht gesucht, aber gefunden. „Man sucht Pilze und findet Kühe.“ So einfach ist das. Nur: Ich sollte mir wohl nicht zu genaue Vorstellungen machen, wie das oder der oder die ist oder aussehen soll, die ich suche.

    Wie bei der Suche nach Gott. Ich erlebe manchmal Leute, die genau zu wissen meinen, was sie suchen. Etwa einen Gott wie dieser gütige Mann mit Rauschebart. Oder einen, der fiesen Leuten auf die Finger haut. Einen Gott, der alles kann und weiß. Oder einen, dem man rein gar nichts zutrauen kann. Oder Gott als Frau, wie eine liebevolle Mutter. So viele Erwartungen, wie Gott zu sein hat. Dabei ist und bleibt er oder sie ein Geheimnis. Am besten lasse ich mich darum überraschen. Wenn ich neugierig und offen bleibe. Dann kann es sein, dass mir Gott sozusagen vor die Füße fällt, wenn ich ihn gar nicht suche. Wie ein Pilz. Oder eben eine Kuh. So einfach ist das.

    Jeremia 29,13.14: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr.“


    veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Pfarrerin Silke Bartel, Reutlingen, Evangelische Kirche

    gesendet als "SWR3 Gedanken am 29.12.2019" auf der Homepage www.kirche-im-swr.de

     


     

  • Nichts zu verlieren

    Vor einigen Jahren lernte ich einen jungen Mann kennen, der total anders war als alle anderen. Er hieß Mike O`Hara und war Anfang Zwanzig. Er hatte Knochenkrebs im Endstadium. Aber das war nicht das Ungewöhnliche an ihm. Es war seine Einstellung zum Leben und zum Tod, über die ich staunte.Sein Humor war verblüffend.

    Kurz nach dem Verlust aller Haare (durch die Chemotherapie) zum Beispiel ging Mike auf eine Faschingsparty, verkleidet als Deoroller. Sein kahler Kopf war die Roll-onKugel.Trotz seines Humors war mir in Mikes Gegenwart immer etwas unwohl, weil ich mir ständig bewusst war, dass er nur noch ein paar Monate zu leben hatte. Eines Tages, als wir zusammen essen waren, fiel Mike meine Gezwungenheit auf. "Was ist los mit dir?" fragte er. "Glaubst du, das ist ansteckend?" Er zeigte auf seine spiegelblanke Glatze. Als meine Antwort ausblieb, lachte er und rieb sich mit den Händen am Kopf. Dann beugte er sich plötzlich vor und strich mir über das Haar. "Es ist tatsächlich ansteckend!" brüllte er. Jetzt schauten alle im Restaurant uns zu."Ich weiß, warum du so nervös bis", fuhr er ruhiger fort. "Weil ich bald sterbe, stimmt´s?" 

    Sein Gesicht verschwamm vor meinen Augen, weil mir die Tränen kamen, und ich nickte. Zum Sprechen war ich viel zu überwältigt. Dann sagte Mike etwas, das ich nie vergessen werde. Er beugte sich vor und flüsterte: "Ken, wir sterben beide. Der einzige Unterschied zwischen uns ist, dass Gott mir verraten hat, wann. Wir könnten aus diesem Restaurant kommen, und du wirst von einem VW-Käfer angefahren und kommst eher in den Himmel als ich. Hab´keine Angst vor dem Sterben, Ken. Wir sind Christen. Wir haben nichts zu verlieren!"


    Verfasser unbekannt

 


 

  • Die besten Erkenntnisse verdanken wir den schlechtesten Erfahrungen.

    KarlHeinz Karius

     

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    Möge dir, von dem, was du dir vornimmst, viel gelingen
    Sei zufrieden, wenn's gelingt, und ohne Übermut
    Versuch deine Welt ein kleines Stück voranzubringen
    Sei, so gut es geht, zu deinen Menschenbrüdern gut
    Tja, dann wünsch' ich dir, dass ich ein guter Vater werde
    Dass du Freunde findest, die dich lieben, und dass du
    Spaß hast an dem großen Abenteuer auf der Erde
    "Hals- und Beinbruch", da kommt was auf dich zu!
    ...

    Reinhard Mey (Menschenjunges)

  • Versöhnung setzt gänzliches Vergessen des geschehenen Unrechts voraus, und dies Vergessen erfordert Liebe. Liebe vergibt und vergisst, weil sie zu lieben verlangt.

    Fanny Lewald (1811 - 1889), deutsche Schriftstellerin

  • Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein, und die Spatzen pfeifen lassen.

    Don Bosco (1815 - 1888),italienischer Priester und Sozialpädagoge

  • Jeder neue Morgen ist ein neuer Anfang unseres Lebens. Jeder Tag ist ein abgeschlossenes Ganzes.

    Dietrich Bonnhöfer

  • Du bist meine Mutter.
    Du bist mein Vater.
    Du bist mein Verwandter.
    Du bist mein Freund.
    Du bist meine Erziehung.
    Du bist auch mein Reichtum,
    o Gott der Götter.
    Du bist für mich alles.
    Ich will bei der Wahrheit bleiben.
    Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen.
    Ich will frei sein von Furcht.
    Ich will keine Gewalt anwenden.
    Ich will guten willens sein
    gegen jedermann.

    Mahatma Gandhi, Indien

     

  • Respektiere dich selbst, respektiere andere und übernimm Verantwortung für das was du tust.

    Dalai Lama

  • Trost

    Bei jedem Abschied stirbt ein Stückchen Gegenwart in uns
    und wird Vergangenheit.
    Doch unsere Seele weiß,
    wie man das Glück in der Erinnerung bewahrt
    und so ihm eine Zukunft gibt,
    die ohne Ende ist. 

    Marlene Hörmann

  • "Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast."

    Marc Aurel

     

  • Ich lasse meinen Gott nicht und bleibe getrost! Mögen die Winde wehen wie sie wollen; einmal treiben sie mein Schiff doch in den Hafen der Heimat und des Friedens.

    Gorch Fock ((1880 - 1916)

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    Das Wenige, das du tun kannst, ist viel – wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst, sei es Mensch, sei es irgendeine Kreatur. Leben erhalten ist das einzige Glück.

    Albert Schweitzer (1875 - 1965), deutsch-französischer Arzt, Theologe, Musiker und Kulturphilosoph, Friedensnobelpreis 1952 Quelle: Schweitzer, Aus meinem Leben und Denken, Felix Meiner Verlag, Leipzig 1931r

  • Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken.

    Sir Isaac Newton (GB; Wissenschaftler)

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