Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Erlangen

 

Besinnliches

  • Melodie der Erde

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    Foto: von Daniel Kirsch auf Pixabay

    Lieber Gott,
    du weißt,
    ich bin nur ein kleines
    Mädchen mit schwarzen Haaren
    und brauner Haut.
    Du weißt,
    mein Vater ist arm;
    meine Mutter weiß nicht,
    was sie heute kochen soll.
    Mein älterer Bruder
    ist seit vielen Wochen
    arbeitslos;
    meine jüngere Schwester
    hätte gerne eine Puppe
    mit langen, blonden Haaren.
    Warum schenkst du ihr keine?
    Weißt du denn nicht
    wie sehr sie sich darüber
    freuen würde?
    Lieber Gott,
    ich weiß nicht,
    warum manche Menschen
    soviel mehr haben als wir
    und nicht ständig hungern.
    Ich bitte dich,
    mache, daß Vater und Mutter
    sich gut vertragen;
    ich bitte dich,
    schenke mir
    und meiner Schwester
    ein neues Kleid -
    ein buntes, wenn möglich;
    und auch ein paar Sandalen;
    es dürfen auch alte sein,
    Hauptsache, sie passen.

    aus Chile

     

     

    Quelle: "Melodie der Erde", Hrsg. Fridolf Heydenreich, Verl. Butzon & Bercker, ISBN 3-7666-9881-8

  • Jetzt ist Zeit

    Die Liste

    Eine Lehrerin bat ihre Schüler, die Namen aller Schüler auf ein Blatt Papier zu schreiben und daneben Platz zu lassen. Dann forderte sie die Schüler auf, zu überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden auf das jeweilige Blatt Papier schreiben können. Nach der anfänglichen Irritation begannen die Schüler zu schreiben und ihre Blätter zu füllen. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und zu jedem Mitschüler etwas notiert hatte. Bevor die Kinder den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein eigenes Blatt Papier und darunter die netten Bemerkungen, die jeder Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatte. Am Montag gab sie jedem Schüler seine Liste. Schon nach kurzer Zeit strahlten alle. "Wirklich?", hörte man es flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich jemandem etwas bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten. Aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren mit sich und den anderen glücklich. Das Eis brach und es herrschte ein anderer Wind in der Klasse.

    Viele Jahre später starb Mark, einer der Schüler, und die Lehrerin ging zu dessen Begräbnis. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marcs früheren Schulfreunden noch am Friedhof versammelt. Marcs Eltern waren auch da und sie warteten darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog etwas aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Marc verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Es war ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male zusammen- und auseinander gefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen sie die netten Dinge geschrieben hatte, die seine Klassenkameraden über Marc geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie dieses Spiel damals gemacht haben", sagte Marcs Mutter. "Wie Sie sehen können, war das Marc sehr wichtig." Viele frühere Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Fred lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch." Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, seine Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Monika. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Irene und meinte dann: „Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass ihr die Tränen kamen. Sie weinte um Marc und für alle seine Freunde, die ihn nicht mehr sehen würden. Und vor Dankbarkeit, dass die Wertschätzung von damals ihre Schüler so durchs Leben trug.

    Verfasser unbekannt

  • Zufluchtsort- Keine Angst

    „Ich habe so eine Angst“. Mit diesen Worten begrüßt mich eine Patientin als ich in ihr Zimmer trete. Ich begleite sie seit einiger Zeit. Sie wird bald sterben. Und sie weiß das. „Was könnte helfen gegen die Angst“, frage ich sie. „Nicht hier zu sein“, meint sie. Ich frage weiter „Wo wären Sie denn jetzt gerne?“- „In Sri Lanka“, sagt sie und lächelt. „Da war ich mal mit meinem Freund. Und es war so wunderschön dort“. Und dann reisen wir gemeinsam dorthin. In Gedanken. Wir schließen die Augen und sie erzählt mir, wie es dort aussieht. Manchmal frage ich nach, wenn ich etwas genauer sehen will. Gemeinsam gehen wir am Strand spazieren. Wir hören das Meer rauschen, spüren den Sand zwischen unseren Fußzehen. Wir sehen Frauen in bunten Saris und Männer in gestreiften Sarongs, das ist so eine Art Wickelrock. Wir riechen das Curry, das in einem Strandrestaurant gerade zubereitet wird. Sie beschreibt, wie das Curry aussieht und schmeckt und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Irgendwann sagt sie: „Jetzt habe ich keine Angst mehr. Wenn ich gehe, wird alles gut.“ Kurz darauf schläft sie ein. Sie hat ihren Zufluchtsort noch einmal gesehen und sie hat ihn mir gezeigt.

    Ein paar Tage später ist sie gestorben. Für mich war ihr besonderer Zufluchtsort nicht nur die Erinnerung an schöne unbeschwerte Urlaubstage. Es war, als hätte sich für uns beide der Himmel geöffnet. Wir wissen ja alle nicht, wie es dort aussieht, wo das Leben endet und dann, wie ich glaube, nach dem Tod neu beginnt. Aber ich bin fest davon überzeugt: wenn wir hier auf der Erde einmal erlebt haben, wie sich der Himmel öffnet, dann brauchen wir keine Angst haben, wenn wir diese Erde einmal verlassen.
     
    Wer einmal einen Hauch von der Ewigkeit gespürt, gesehen oder gerochen hat, der muss sich nicht mehr vor ihr fürchten. Gott will uns hier schon begegnen, damit wir dort keine Angst mehr haben.

    veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Pfarrerin Anja Behrens, Kaiserslautern, Evangelische Kirche

    gesendet als "Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP am 25.2.2017" auf der Homepage www.kirche-im-swr.de

     


     

  • Der bessere Weg

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    Foto: Pexels auf Pixabay

    Ein kleiner Junge, der auf Besuch bei seinem Großvater war, fand eine kleine Landschildkröte und ging gleich daran, sie zu untersuchen. Im gleichen Moment zog sich die Schildkröte in ihren Panzer zurück und der Junge versuchte vergebens, sie mit einem Stöckchen herauszuholen.

    Der Großvater hatte ihm zugesehen und hinderte ihn daran, das Tier weiter zu quälen. "Das ist falsch" sagte er " komm, ich zeig dir, wie man das macht." Er nahm die Schildkröte mit ins Haus und setze sie auf den warmen Kachelofen. In wenigen Minuten wurde das Tier warm, steckte seinen Kopf und seine Füße heraus und kroch auf den Jungen zu.

    "Menschen sind manchmal wie Schildkröten" sagte der Großvater. "Versuche niemals jemanden zu zwingen. Wärme ihn nur mit etwas Güte auf und er wird seinen Panzer verlassen können."

    Verfasser unbekannt

  • Mit Gott zu Mittag essen...

    Es war einmal ein kleiner Junge, der sich nichts mehr wünschte, als Gott zu treffen. Also packte er seinen Rucksack und machte sich auf den Weg. Er lief lange und wurde müde. In einem kleinen Park setzte er sich auf eine Bank zu einer alten Frau, die dort die Tauben fütterte. Er griff in seinen Rucksack und holte seinen Proviant heraus. Die alte Frau schaute hungrig, und so bot er ihr einen Schokoriegel an, den sie dankbar annahm.

    Zum Dank lächelte sie – und was war das für ein wundervolles Lächeln. Es war so schön, dass er es noch einmal sehen wollte, und so bot er ihr auch eine Limonade an. Die alte Frau nahm das Getränk und lächelte so strahlend, dass dem Jungen ganz warm ums Herz wurde.

    Und so verbrachten die beiden den Nachmittag im Park. Schweigend aßen sie die Schokoriegel und tranken die Limonade. Als es dunkel wurde, machte sich der Junge auf, um nach Hause zu gehen – nicht ohne vorher die Frau zu umarmen, wofür er ihr allerallerschönstes Lächeln bekam.

    Zu Hause fragte die Mutter den Jungen, warum er so glücklich sei, und er antwortete: “Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen – und sie hat ein wundervolles Lächeln!”

    Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn schon auf sie wartete. Auch er fragte sie, warum sie so fröhlich aussah. Und sie antwortete: “Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen – und er ist viel jünger, als ich gedacht habe.”

     

    Geschichte „Ein Nachmittag im Park“ nacherzählt nach: An Afternoon in the Park von Julie A. Manhan. Aus: „A 3rd Serving of Chicken Soup for the Soul: More Stories to Open the Heart and Rekindle the Spirit“ von Jack Canfield, Mark Victor Hansen, (Englisch) Taschenbuch – 2. Oktober 2012. Verlag: Backlist, LLC - a unit of Chicken Soup of the Soul Publishing LLC; Auflage: Original (2. ISBN-10: 1623610370, ISBN-13: 978-1623610371,

  • Liebesopfer - Argument gegen Hinrichtung und gegen Todesstrafe


    Vom englischen Staatsmann Oliver Cromwell (1599-1658) wird folgendes berichtet: Er hatte einen Mann wegen Staatsverbrechen zum Tode verurteilt und angeordnet: »Wenn abends um sechs Uhr die Glocke vom Dom ertönt, soll das Haupt des Verurteilten fallen. «
    Viele Neugierige hatten sich auf dem Domplatz eingefunden, um Zeuge der Hinrichtung zu werden. Man wartete auf das Glockenzeichen, doch das blieb aus. Eine Abordnung wurde zum Glöckner geschickt. Der aber zog wie sonst kräftig am Seil. Als dann einige nach oben stiegen, um auf dem Glockengerüst nachzusehen, bot sich ihnen ein furchtbarer Anblick. Eine Frau hing am Klöppel der Glocke und wurde hin- und her geschlagen. Man hielt die Glocke an, und die Frau brach ohnmächtig zusammen. Es war die Frau des Verurteilten.

    Als Cromwell davon erfuhr, war er zutiefst betroffen und gab den Verurteilten frei. Der Mann selbst hatte nichts zu seinen Gunsten anführen können. Die Liebe und das Opfer seiner Frau waren das Argument gegen seine Hinrichtung.
    Das Opfer Christi ist Argument gegen die Vollstreckung von Gottes Gericht.


    Verfasser unbekannt

  • Nichts zu verlieren

    Vor einigen Jahren lernte ich einen jungen Mann kennen, der total anders war als alle anderen. Er hieß Mike O`Hara und war Anfang Zwanzig. Er hatte Knochenkrebs im Endstadium. Aber das war nicht das Ungewöhnliche an ihm. Es war seine Einstellung zum Leben und zum Tod, über die ich staunte.Sein Humor war verblüffend.

    Kurz nach dem Verlust aller Haare (durch die Chemotherapie) zum Beispiel ging Mike auf eine Faschingsparty, verkleidet als Deoroller. Sein kahler Kopf war die Roll-onKugel.Trotz seines Humors war mir in Mikes Gegenwart immer etwas unwohl, weil ich mir ständig bewusst war, dass er nur noch ein paar Monate zu leben hatte. Eines Tages, als wir zusammen essen waren, fiel Mike meine Gezwungenheit auf. "Was ist los mit dir?" fragte er. "Glaubst du, das ist ansteckend?" Er zeigte auf seine spiegelblanke Glatze. Als meine Antwort ausblieb, lachte er und rieb sich mit den Händen am Kopf. Dann beugte er sich plötzlich vor und strich mir über das Haar. "Es ist tatsächlich ansteckend!" brüllte er. Jetzt schauten alle im Restaurant uns zu."Ich weiß, warum du so nervös bis", fuhr er ruhiger fort. "Weil ich bald sterbe, stimmt´s?" 

    Sein Gesicht verschwamm vor meinen Augen, weil mir die Tränen kamen, und ich nickte. Zum Sprechen war ich viel zu überwältigt. Dann sagte Mike etwas, das ich nie vergessen werde. Er beugte sich vor und flüsterte: "Ken, wir sterben beide. Der einzige Unterschied zwischen uns ist, dass Gott mir verraten hat, wann. Wir könnten aus diesem Restaurant kommen, und du wirst von einem VW-Käfer angefahren und kommst eher in den Himmel als ich. Hab´keine Angst vor dem Sterben, Ken. Wir sind Christen. Wir haben nichts zu verlieren!"


    Verfasser unbekannt

  • Suche: Kühe, Pilze oder Gott

    „Wenn man Kühe sucht, findet man Pilze. Wenn man Pilze sucht, findet man Kühe.“ Nun gut. Wen interessieren schon groß Kühe oder Pilze? Ich habe jedenfalls diesen Spruch gefunden und seitdem bin ich ein großer Fan von Beidem. „Wenn man Kühe sucht, findet man Pilze. Wenn man Pilze sucht, findet man Kühe.“ So einfach ist das. Aber wenn man absichtlich Pilze sucht, um Kühe zu finden, oder Kühe sucht, um Pilze zu finden, dann findet man nichts. Gar nichts.

    Der Spruch ist witzig, finde ich, und echt wahr. Das fängt beim Hammer an. Ich gehe ihn im Keller suchen – finde ihn nicht, aber die Isomatte, die ich schon lange vermisst habe! Oder ich fahre in Urlaub an die Ostsee – und ich treffe eine Frau, die zu einer guten Freundin wird. Habe ich nicht gesucht, aber gefunden. „Man sucht Pilze und findet Kühe.“ So einfach ist das. Nur: Ich sollte mir wohl nicht zu genaue Vorstellungen machen, wie das oder der oder die ist oder aussehen soll, die ich suche.

    Wie bei der Suche nach Gott. Ich erlebe manchmal Leute, die genau zu wissen meinen, was sie suchen. Etwa einen Gott wie dieser gütige Mann mit Rauschebart. Oder einen, der fiesen Leuten auf die Finger haut. Einen Gott, der alles kann und weiß. Oder einen, dem man rein gar nichts zutrauen kann. Oder Gott als Frau, wie eine liebevolle Mutter. So viele Erwartungen, wie Gott zu sein hat. Dabei ist und bleibt er oder sie ein Geheimnis. Am besten lasse ich mich darum überraschen. Wenn ich neugierig und offen bleibe. Dann kann es sein, dass mir Gott sozusagen vor die Füße fällt, wenn ich ihn gar nicht suche. Wie ein Pilz. Oder eben eine Kuh. So einfach ist das.

    Jeremia 29,13.14: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr.“


    veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Pfarrerin Silke Bartel, Reutlingen, Evangelische Kirche

    gesendet als "SWR3 Gedanken am 29.12.2019" auf der Homepage www.kirche-im-swr.de

     


     

 


 

  • Lerne zuzuhören, günstige Gelegenheiten klopfen manchmal nur sehr leise an Deine Tür.

    Anonymus

  • Du bist meine Mutter.
    Du bist mein Vater.
    Du bist mein Verwandter.
    Du bist mein Freund.
    Du bist meine Erziehung.
    Du bist auch mein Reichtum,
    o Gott der Götter.
    Du bist für mich alles.
    Ich will bei der Wahrheit bleiben.
    Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen.
    Ich will frei sein von Furcht.
    Ich will keine Gewalt anwenden.
    Ich will guten willens sein
    gegen jedermann.

    Mahatma Gandhi, Indien

     

  • Was Gott an und für sich ist, wissen wir so wenig, als ein Käfer weiß, was ein Mensch ist

    Huldrych Zwingli(1484-1531, gefallen im Krieg gegen die katholischen Kantone), auch Huldreich und Ulirch Zwingli, Schweizer Theologe, Humanist und ab 1522 Reformator

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    Die Weltanschauung der Ehrfurcht vor dem Leben hat religiösen Charakter. Der Mensch, der sich zu ihr bekennt und sie betätigt, ist ein elementarer Weise fromm.

    Albert Schweitzer (1875 - 1965), deutsch-französischer Arzt, Theologe, Musiker und Kulturphilosoph, Friedensnobelpreis 1952 Quelle: Schweitzer, Aus meinem Leben und Denken, Felix Meiner Verlag, Leipzig 1931r

  • Wenn es dunkel wird in mir, wohin kann ich gehen?
    Wenn die Kälte in die Seele dringt, wohin kann ich gehen?
    Wenn die Zeit mir in den Händen verrinnt, wohin?
    Wenn die Unruhe aufsteigt und mich quält, wohin?
    Zu dir will ich gehen, mein Gott,
    deine Gegenwart soll mein Licht und meine Wärme sein,
    deine Nähe meine Ruhe und meine Geborgenheit.
    Amen.

    Gebet ausReformierte Liturgie : Gebete und Ordnungen für die unter dem Wort versammelte Gemeinde / im Auftr. des Moderamens desReformierten Bundes erarb. und hrsg. von Peter Bukowski ... -Wuppertal : Foedus, 1999ISBN 3-932735-36-6 (Foedus-Verl.)ISBN 3-7887-1777-7 (Neukirchener-Verl.)

  • "Es gibt menschliche Grundwahrheiten, zu denen das Leben früher oder später immer wieder zurückkehrt. Darum dürfen wir keine Eile haben, wir müssen warten können."

    Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945 (ermordet im KZ Flossenbürg)), deutscher lutherischer Theologe, aktiv am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt

     

  • "Es gibt viele Leute, die die großen Dinge tun können. Aber es gibt sehr wenig Leute, die die kleinen Dinge tun wollen."

    Mutter Theresa  albanische katholische Ordenschwester und Friedensnobelpreisträgerin (eig. Agnes Gonxha Bojaxhiu) 27.08.1910 - 05.09.1997

     

  • Rätsel

    Es kostet nichts und bringt viel ein.
    Es bereichert den Empfänger,
    ohne den Geber ärmer zu machen.
    Es ist kurz wie ein Blitz,
    aber die Erinnerung daran ist oft unvergänglich.
    Keiner ist so reich, daß er darauf verzichten könnte,
    keiner so arm, daß er es sich nicht leisten könnte.
    Es bedeutet für den Müden Erholung,
    für den Mutlosen Ermunterung,
    für den Traurigen Aufheiterung
    und es ist das beste Mittel gegen Ärger.
    Man kann es weder kaufen,
    noch erbitten,
    noch leihen,
    noch stehlen,
    denn es bekommt erst dann seinen Wert,
    wenn es verschenkt wird.
    Denn niemand braucht es so bitternötig,
    wie derjenige, der es für andere nicht mehr übrig hat.
    Was das ist?

    Ein Lächeln!

    Phil Bosmans (1922 - 2012), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller (›der moderne Franziskus‹)., Gefunden in: „Wie man Freunde gewinnt“, Dale Carnegie, Scherz Verlag, Bern, München, Wien, 1993, Seite 1005 ISBN-13: 9783596190539

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  • Lass nun ruhig los das Ruder
    Dein Schiff kennt den Kurs allein
    Du bist sicher, Schlafes Bruder
    Wird ein guter Lotse sein.
    Lass nun Zirkel, Log und Lot Leben.
    Getrost aus deinen müden Händen,
    Aller Kummer, alle Not,
    Alle Schmerzen enden...
    ...

    Reinhard Mey

  • ... "Wir bitten dich,
    dass die Zerstörung der Schöpfung aufhört,
    dass wir erlöst werden von allem Bösen,
    dass alle Menschen, die aus Habgier oder Dummheit,
    aus Machtstreben und Forschungsdrang Leben gefährden,
    von ihren Irrwegen abgebracht werden;
    Wir bitten dich um Mut und Phantasie,
    dass wir neue Wege suchen,
    dass wir selber von Umkehr nicht nur reden,
    sondern auch tatkräftig mit der Änderung unseres Lebens beginnen."...

    aus abgewandeltes Schöpfungsgebet der Innenstadtgemeinden,

     

  • Ich weiß nicht, wohin Gott mich führt, aber ich weiß, daß er mich führt.

    Gorch Fock (1880 - 1916 (gefallen in der Skagerak-Seeschlacht)), eigentlich Johannes Kienau, niederdeutscher Erzähler, Lyriker, Elbfischer und Marinesolda

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