Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Erlangen

 

Ökumenischer Fastenaufruf der Innenstadtkirchen zum Plastikfasten

 

Liebe Gemeinden,

in der Passionszeit dieses Jahres wollen wir ökumenisch und gemeinsam ein Zeichen setzen und rufen zu einem sogenannten „Plastikfasten“ auf. Unser Fastenaufruf ist ein Zeichen, wie sehr uns die Gefährdung der Schöpfung durch unseren Lebensstil beschäftigt. Wir sind der Überzeugung, dass wir für eine gute Zukunft unseren Lebensstil ändern müssen.

Mit dem Schwerpunkt in der Woche vom 23.-29.März wollen wir soweit wie möglich auf Plastik verzichten. Als Zeichen für unser gemeinsames Engagement regen wir an, dass Sie in einem Bereich Ihres Lebens, im Badezimmer, beim Einkauf oder anderswo für eine Woche auf Plastik verzichten. Alle Informationen zu der Aktion finden Sie auch online unter Eine Woche ohne Plastik.

Dieser ökumenische Fastenaufruf soll ein Zeichen sein, dass wir uns bewusst sind: Viele Herausforderungen gehen über die Grenzen von Konfessionen und Religionen hinaus. Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir sie gemeinsam anpacken können. Ökumenisch beschließen wir unsere Aktion mit einem Schöpfungsgebet am 29. März, das Sie nächste Woche im SonntagsHugo abgedruckt finden.

Altstädter Kirche, Herz Jesu, Hugenottenkirche und Neustädter Kirche 

Grußwort vom 22. März

 

 

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freundinnen und Freunde der Hugenottenkirche!

„Freuet euch!“.

So lautet die Übersetzung des lateinischen Sonntags-Namens „Lätare“, der dieser Tage recht unpassend zu sein scheint. Wie soll man Freude empfinden, wenn die mitmenschlichen Kontakte auf ein Minimum beschränkt sind, Schülerinnen und Schüler zu Hause regelrecht eingesperrt sind, wenn Großeltern den Kontakt zu ihren Enkelkindern vermeiden sollen oder Angehörige nur mit großen Mühen ihre pflegebedürftigen, kranken und sterbenden Familienmitglieder aufsuchen können?

Unsere Schwierigkeiten, die Einsamkeit, die Streitereien und Konflikte, die Traurigkeit, die Angst und die Furcht sind real. Es hilft sicher nicht, sie schön zu reden oder beschwichtigend zuzudecken. Beim Propheten Jesaja, wo sich die zitierten Worte finden (Jes 66,10), ist die Freude durchaus eingebettet in eine Zeit der Traurigkeit, die aber dann endlich vorbei ist. Jesaja weiß von einem Tal der Tränen, das durchschritten werden muss, er kennt die Zeit der Hoffnungslosigkeit, auf die aber wieder Hoffnung folgt. Erst im Rückblick geht dem Propheten der Aufruf zur Freude über die Lippen.

Insofern gewinnt die Passionszeit in diesem Jahr ein neues Gewicht, und kann tatsächlich manch einem und manch einer besonders auf der Seele lasten. Doch in der Erinnerung an die Leidenszeit Christi liegt gleichzeitig die freudenreiche Osterzeit als Samen schon eingepflanzt. Zwar wissen wir jetzt noch nicht, ob Ostern wirklich schon eine Zeit der Freude sein wird, aber es ist ein Warten auf Hoffnung, das wir nun in ganz anderer Weise erleben und das uns in gewisser Weise alle verbindet. Wir sehnen uns – vielleicht so stark wie nie zuvor - nach einer besseren Welt, die mit Ostern verheißen und im Glauben schon angebrochen ist.

Der SonntagsHugo genannte Wochengruß aus ihrer Gemeinde soll einen kleinen Beitrag dazu leisten, diese Wochen ohne Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen und mit wenig sozialen Kontakten zu überstehen. Es ist wichtig, dass wir nun in der Gemeinde besonders aufeinander achten. Vielleicht können wir uns gegenseitig etwas Freude bereiten und uns zumindest zeitweise ein Lächeln ins Gesicht zaubern: bei einer nachbarschaftlichen Begrüßung im Treppenhaus oder über den Gartenzaun, bei einem Anruf, wo wir aufmerksam zuhören, im Zusammenhalt, den die Familie einander geben kann, in einer regelmäßigen täglichen Gebetszeit, wenn die Kirchenglocken zur Andacht läuten. Es kommt darauf an, dass wir versuchen, als Gemeindeglieder im Kontakt zu bleiben, gerade jetzt, wo wir uns nicht treffen können. Seien Sie alle zu einem solchen Dienst und zu gegenseitiger Begleitung ermutigt!

Im Wochengruß finden Sie unter anderem einen Auszug aus der Predigt und die aktuellen Neuigkeiten aus der Gemeinde, Informationen zu den Kollekten, einen kleinen Bericht vom ersten Gemeindeworkshop zur Nachwahl des Presbyteriums, aber auch Nachrichten aus der Innenstadt-Ökumene, die uns die Bewahrung der Schöpfung ans Herz legen, die über der aktuellen Herausforderung nicht vergessen werden soll.

Mitgeben will ich Ihnen das Gebet, das letzten Sonntag in der Hugenottenkirche gesprochen wurde, im letzten Gottesdienst vor der Schließung der Gotteshäuser. Reverend Helen Heron hat es freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

„Du unser Gott, wir kommen zu dir,
um neu zu empfangen,
was du für uns getan hast und noch immer tust.
Wir kommen zu dir, um neu zu hören, wie du uns zum Leben führst,
hin zu deinem Tag, an dem alle Dunkelheit vergangen ist.
Wir danken dir, dass wir bis jetzt von deiner Treue leben durften.
Deine Liebe hat uns nicht aufgegeben.
Du hast uns geführt und begleitet trotz unserer Trägheit, unserer Angst und unserem Mistrauen.
Aus aller Müdigkeit hast du uns aufgerichtet und zu neuen Schritten befreit.
Wir bitten dich: Nimm uns heute so an, wie wir sind:
Menschen, die es dir nicht leicht machen und die sich oft selbst im Wege stehen.
Hilf uns durch deinen Geist, zu dir zu finden.
Amen.“

 

Einen schönen Gruß und Gottes Segen!

Ihre Pfarrerin

Stefania Scherffig

 

 

Gemeindeworkshop I am 11. März 2020

„Nachwahl ins Presbyterium“ war der erste Gemeindeworkshop überschrieben. Trotz diesem doch recht trockenen Motto fanden sich etwa 20 Personen im Calvinsaal zusammen, die sich unter der Moderation des Pfarrers und Gemeindecoachs Georg Rieger und mit Unterstützung von Pfarrerin Stefania Scherffig intensiv in die Diskussion einbrachten.

„Was erwarte ich mir von einem guten Presbyter / einer guten Presbyterin?“ lautete die Ausgangsfrage. Es kann nicht überraschen, dass eine Vielzahl von Erwartungen zusammenkam. So wurden Neutralität und Einsatzbereitschaft genannt, ein gelebter Glauben, dazu Teamfähigkeit und ein offenes Ohr, aber auch die Kenntnis reformierter Grundlagen bis hin zu der (durchaus ernst gemeinten) Auffassung, einfach auch mal Spaß zu haben.

Aufschlussreich war der Blick in die Kirchenverfassung der Evangelisch-reformierten Kirche. Dort heißt es:

§ 10 Allgemeine Aufgaben des Kirchenrates/Presbyteriums

(1) Um ihren Auftrag und Dienst wahrnehmen zu können, bildet die Kirchengemeinde einen Kirchenrat/ein Presbyterium.

(2) Der Kirchenrat/Das Presbyterium ist die Leitung der Kirchengemeinde. Diese umfasst die geistliche Leitung (Hirtenamt) und Aufsicht, die rechtliche Vertretung nach innen und außen und die wirtschaftliche Verwaltung.

(3) Der Kirchenrat/Das Presbyterium fördert die Gemeindearbeit, verantwortet ihre Inhalte und unterstützt alle haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kirchengemeinde in ihrem Dienst.

(4) 1 Der Kirchenrat/Das Presbyterium regt die Gemeindeglieder zur Teilnahme am kirchlichen Leben und zur Mitarbeit in der Kirchengemeinde an. Er/Es soll Wünsche und Anregungen einzelner Gemeindeglieder und Gruppen beachten.

(Hervorhebungen von der Verfasserin)

War bis dahin die Einigkeit unter den Teilnehmenden sehr groß, sorgten dann die Formalia der anstehenden Presbyteriumswahl für einige Diskussionen. Nicht allen war nämlich klar gewesen, dass es sich bei dieser um eine NACHWAHL handelt, für die nach kirchlichem Recht besondere Bestimmungen gelten.

Was muss man dazu wissen?

Sechs Presbyter/innen müssen von der Erlanger Gemeinde nachgewählt werden. Die Hälfte von ihnen ist bis zur regulären Wahl 2021 im Amt, die andere Hälfte bis 2024. Auch in dieser Wahlperiode zurückgetretene Presbyter/innen können nachgewählt werden. Die Wahl muss auf einer Gemeindeversammlung durchgeführt werden. Briefwahl ist nicht möglich. Zu dieser außerordentlichen Gemeindeversammlung muss mindestens fristgerecht, d.h. zwei Wochen vorher, eingeladen werden. Doch es ist sicher im Interesse des Notpresbyteriums und der Gemeinde, sowohl den Termin für die Gemeindeversammlung als auch die Namen der Kandidatinnen und Kandidaten (mit Namen, Alter, Wohngegend) so früh wie möglich bekanntzugeben, damit größtmögliche Transparenz gewährleistet ist.

Am Amt interessierte Gemeindeglieder melden sich beim Notpresbyterium. Das Notpresbyterium schlägt daraufhin mindestens 6 Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachwahl vor. Bei der Gemeindeversammlung können weitere Kandidatinnen und Kandidaten benannt werden. Die Wahl wird dann auf der der Gemeindeversammlung in geheimer Wahl durchgeführt. Diejenigen sechs Presbyter/innen, die die meisten Stimmen erhalten, sind gewählt. Bei Stimmengleichheit wird eine Stichwahl durchgeführt.

Mit diesem informativen Teil und einigen Nachfragen endete der Workshop. Vielleicht haben Sie jetzt Lust bekommen, zur nächsten Veranstaltung zu kommen? Die neuen Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben werden. Leider gibt es im Moment noch keinen neuen Zeitplan, denn das Verfahren ist Corona-bedingt erst einmal ausgesetzt. Doch auch hier soll die Gemeine so früh wie möglich informiert werden.

Die Gemeindeworkshops richten sich an die ganze Gemeinde, sie sind nicht nur für Personen gedacht, die sich selbst ins Presbyterium wählen lassen wollen. Sie dienen dazu, die außerordentliche Gemeindeversammlung vorzubereiten und wollen daran möglichst viele Menschen aus der Gemeinde beteiligen.

Bericht: Stefania Scherffig 

SonntagsHugo vom  29. März

SonntagsHugo vom 29. März

Für den 5. Sonntag der Passionszeit – Judika (Schafft mir Recht; Gott! Psalm 43,1)


„Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“
Markus 10,45

In der letzten Woche erschien die erste Ausgabe des "SonntagsHugo", um mit den Gemeindegliedern in Erlangen und Umgebung in Kontakt zu bleiben. Aus gegebenem Anlass haben wir mit der zweiten Ausgabe alle Gemeindeglieder angeschrieben.

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Grußwort vom 29. März

Grußwort vom 29. März

Quarantäne: Schon länger geht mir dieser Begriff im Kopf herum und so habe ich mich in dieser Woche auf die Suche gemacht, etwas über seine Bedeutung herauszufinden. In Kluges Etymologischem Lexikon lese ich als Erklärung: „Isolierung von Personen mit ansteckenden Krankheiten“, abgeleitet von der lateinischen Zahl 40 „quadraginta“. 

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Audio-Gottesdienst Ältestenpredigerin Dr. Gudrun Kuhn

Audio-Gottesdienst Ältestenpredigerin Dr. Gudrun Kuhn

In dieser Woche finden Sie auf unserer Homepage erstmals einen Audio-Gottesdienst. Ältestenpredigerin Gudrun Kuhn hat ihren Beitrag zur Predigtreihe "Vergesst nicht ..." eingesprochen, so dass man ihn nun auch hören kann.

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Schule daheim

Schule daheim

„So wie für die meisten ist auch für mich die häusliche Quarantäne sehr ungewohnt. Die Schule ist geschlossen und der Unterricht findet über das Internet statt. Die Lehrerinnen und Lehrer schicken uns Arbeitsaufträge über die Onlineplattform Mebis, die öfters überlastet ist und daher nicht immer funktioniert, oder über eine Mail.

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Nicht alles ist abgesagt

Nicht alles ist abgesagt

Nicht alles ist abgesagt …

Sonne ist nicht abgesagt

Frühling ist nicht abgesagt

Liebe ist nicht abgesagt

Lesen ist nicht abgesagt

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Licht der Hoffnung

Licht der Hoffnung

In diesen Tagen der notwendigen Isolation ist es besonders wichtig, Gemeinschaft im Glauben zu leben. Dies ist auch weiter möglich. Gerne gebe ich einen Vorschlag weiter, der in den evangelischen und katholischen Gemeinden in Nürnberg-Langwasser praktiziert wird.

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Der SonntagsHugo vom 22. März

Aktuelles aus der Gemeinde

Alle Gottesdienste und Veranstaltungen in der Hugenottenkirche sind bis auf Weiteres abgesagt, ebenso alle Zusammenkünfte in den Räumen der Gemeinde.

Das betrifft auch Taufen, Trauungen und andere besondere Gottesdienste.

Für Bestattungen gilt folgende Regelung: Ab sofort sind die Trauerhallen und Kapellen geschlossen. Beisetzungen werden am Grab durchgeführt. Es wird darum gebeten, dass der Kreis der Trauernden am Grab sich auf die nahen Angehörigen und Freunde beschränkt.

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